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Venus Im Pelz
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Lob und Kritik

Venus im Pelz
Jahr: 1994
Klassifikation: Kategorien - Diverses - Allgemein

Regisseur:

- Maartje Seyferth
- Victor Nieuwenhuijs

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Anne van de Veen
- Andre-Arend Van Noord




Hart und doch zu mild

Nach der Lektüre von Sacher's Werk, habe ich mich entschlossen den Film zum Buch anzuschauen. In ziemlich schönen Bildern verpackt wird die Geschichte leider so verkrüppelt, dass man am Ende doch nur abschalten will.<BR>Die Charakter der Geschichte sind total verzerrt und gar nicht zu durchschauen. Der unterwürfige Mann verliert sein Kontur, seine treibende Kraft. Es wird zu keiner Zeit deutlich gemacht wieso er denn in dieser Art und Weise handelt.<BR>Die Venus im Pelz ist eine noch nebelhaftere Gestalt, die vom Mann getrieben doch nie eine klare Kontur ihrer Persönlichkeit zeigt.
Nur das deprimierende Ende ist den zwei Werken gemein. Zum Schluss bleibt lediglich das schöne Bild und die dunkle Atmospäre die den Film beherscht.


grandiose lasziv-erotische bildersprache

statt sich der oftmals schwülstig-ungelenkenen sprache der romanvorlage zu bedienen, konzentriert sich der regisseur gezielt auf die spezifischen vorzüge seines mediums. so gelingt es diesem film, mittels intensiv atmosphärischer bilder und eines provozierend-gemächlichen erzähltempos, das den zuschauer buchstäblich 'auf die folter spannt', eine erotische spannung aufzubauen, die ihres gleichen sucht.


Venus im Pelz (Video-Kassette)

Nach den positiven Rezensionen der Filmpresse, die hier ebenso nachzulesen sind, war ich gespannt auf diesen Film, denn ich bin intensiv vertraut mit diesem großartigen Text von Sacher-Masoch. Nichts von dieser Vorlage kommt in diesem Film rüber. Über Besetzungen kann man streiten - ich finde die Venus falsch besetzt, Severin - geht so. <BR>Dieser Schwarz-Weiß-Film ist Sparfilm in erster Linie. Eine Zugfahrt mit Gleisbildern (Eisenbahnromantik?), dann Zeitblenden in Palastumgebung, dann der Zoo - (textinspiriert) da der "Grieche" den Vergleich vom Löwen und seiner Löwin bringt (hier ist es ein Tiger.) <BR>Das Entscheidende ist wohl die Sprachlosigkeit - beinahe Stummfilm und damit kann man der Vorlage keineswegs gerecht werden, was ja nicht zwingend aber in jedem Fall besser gewesen wäre. <BR>Also:<BR>Fürchterlich langweilig, man sehnt sich den Schluss herbei; dieser wiederum ist einfach bedeutungsschwanger! Severin bekommt ein Brandzeichen eingebrannt - wie ein Rind im Western, die Sinne schwinden (Christus am Kreuz).<BR>-----<BR>"Venus im Pelz" im Original ist in erster Linie ein Spiel mit Regeln (Vertrag) und ein intensiver Dialog.<BR> Von diesem Spiel, von den Hoffnungen und Enttäuschungen Severins und der ambivalenten Haltung der Venus, wird nichts deutlich (wenn auch anzudeuten versucht) - der interessanteste Aspekt fehlt somit. <BR>Wer jetzt noch denkt, die erotischen Bilder könnten entschädigen - Pech gehabt. Eine gute alte Photografie aus den 20ern ist mehr Genuss als diese Zeitverschwendung.





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