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Unterwegs Nach Cold Mountain
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Lob und Kritik

Unterwegs nach Cold Mountain
Jahr: 2003

Regisseur:

- Anthony Minghella

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Jude Law
- Nicole Kidman




Nur normal, aber viele ausgezeichnete Nebendarsteller

Der Film wirkt tatsächlich etwas gestrickt und gekünstelt, wie hier einige bereits geschrieben haben. Offensichtlich bewusst auf die Oscarverleihung im Frühjahr 2004 angelegt. Etwas armselig ist auch die Werbung auf der Verpackung der DVD. Riesengroß prangt da "7 Oscar" und etwas kleiner "Nominierungen". Naja...
Dass ich jetzt aber nicht falsch verstanden werde, der Film ist grundsätzlicher nicht schlecht, aber auch nichts wirklich Besonderes. Eben Normal.
Interessanterweise haben mich die Darbietungen der Hauptdarsteller Nicole Kidman, Jude Law und Reneé Zellweger äußerst kalt gelassen. Nur zu geringen Prozentsätzen konnte ich deren Gefühle und Handlung nachvollziehen, und so blieben ihre Charaktere zumindest für mich den ganzen Film über eher farblos.
Jedoch die kurzen Auftritte einiger Nebendarsteller fand ich persönlich wirklich grandios. Brendan Gleeson als Rubys heruntergekommener aber über alles liebenswerter Vater, Giovanni Ribisi als hinterlistiger Bauer, Philip Seymour Hoffman als sündiger Reverend und Donald Sutherland als über allem erhabener, weiser Dorfpfarrer hauchen dem Film erst richtig Leben ein. Eine Nebendarstellerin hat sich überraschenderweise besonders herausgestellt. Der leider viel zu kurze Auftritt von Natalie Portman als Kriegswittwe und alleinstehende Mutter hat mich zutiefst bewegt und mich fast zu Tränen gerührt.
Wie gesagt. Alles in allem ein zu sehr nach Erfolgsrezepten zusammengeflickter Film, der jedoch Dank einiger grandioser Gastauftritte an Farbe gewinnt. Deshalb vier statt nur drei Sternen.


Gute Verfilmung eines tollen Buchs!

Als ich erfahren habe, dass Could Mountain verfilmt werden soll, war ich erst skeptisch, da das Buch vor allem von der Schilderung der Gedanken der Protagonisten lebt, die man in einem Film naturgemäß nur schlecht darstellen kann. Aber der Regisseur hat es meiner Ansicht nach geschafft, die für eine Verfilmung geeignetsten Szenen aus dem Buch herauszupicken und so viel von dem herüberzubringen, was auch das Buch ausmacht. So wird sehr eindringlich und realistisch die Brutalität und Verrohung dargestellt, die ein Bürgerkrieg mit sich bringt. Auf verlogenes Heroentum und flachen Patriotismus wird dagegen gänzlich verzichtet. Andererseits kommt auch die romantische Seite des Buches nicht zu kurz, da die Beziehung zwischen Inman und Ada immer als Hauptantriebskraft für Inman und Ada dargestellt wird. Gottseidank ist der Regisseur dabei nicht der Versuchung erlegen, aus der Vorlage eine typische Hollywood-schnulze zu machen! Die Hauptdarsteller haben mir persönlich sehr gut gefallen, obwohl ich mir Ada etwas anders vorgestellt hatte (Kidman ist mir ein bisschen zu kalt und unnahbar für diese Rolle).<BR>Insgesamt eine gelungene Verfilmung, allerdings mag der Film aufgrund seines Realismus manchmal für zartbeseitete Gemüter wenig geeignet sein.<BR>Auf jeden Fall aber uneingeschränkt sehenswert.


Unglaublich!

In den 30-er Jahren: Inman (Jude Law) und Ada (Nicole Kidman) lernen sich auf dem Lande in Cold Mountain kennen. Sie ist eine wohlerzogene junge Lady aus einer Grossstadt, die mit ihrem Vater, aufgrund seiner Krankheit, auf eine Farm zieht. Inman und Ada wechseln nicht viele Worte miteinander und doch sind sie sich unglaublich nahe... auch nur einen Kuss dürfen sie erlebe, als Inman in den Krieg gegen die Yankees eingezogen wird. Von da an erleben beide auf ihre eigene Weise die Hölle.<BR>Inman muss mit ansehen, wie im Krieg all seine Freunde sterben, und auch er überlebt nur dank seiner Liebe zu Ada, von der er weis, dass sie auf ihn wartet. Irgendwann gelingt es ihm zu flüchten, und er macht sich auf den harten und gefährlichen Weg, zurück nach Cold Mountain.<BR>Adas Vater ist unterdessen verstorben und sie muss die Farm alleine managen. Damit ist sie total überfordert. Doch als die knall harte Ruby (Reneé Zellweger) ihr zu Hilfe eilt geht es mit ihr und der Farm widere aufwärts... Wäre da nicht ihre Sorge und Liebe zu Inman, die sie beinahe zerfrisst...
Der Film ist eine Wucht. Die Bilder, die Musik, die unglaubliche Geschichte und vorallem die Emotionen, die extrem stark gezeigt werden. Auf eine eingehende Liebesszene, folgt eine brutale und so realistisch dargestellte Kriegsszene. Aber das beste an diesem Film sind die Schauspieler. Dass Jude Law und Reneé Zellweger für den Oscar nominiert sind ist absolut verständlich, aber dass Nicole Kidman nicht nominiert ist, grenzt schon fast an eine Frechheit, den ich finde sie hat mit Abstand die beste Leistung gezeigt und hätte mit ihrem Spiel 100 Oscars verdient. <BR>Für mich sind die Highlights des Filmes, die Briefe, die Ada Inman schriebt und auch die Kriegszenen, die einem wahsinnig berühren. Ruby bringt mit ihren amüsanten Sprüchen Auflockerung in den sonst so traurigen Film. <BR>Diesen Film muss man einfach gesehen haben, den ich finde er ist ganz klar einer der besten Filme die es gibt, also: UNBEDINGT ANSCHAUEN und Taschentücher nicht zu Hause vergessen =)





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