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| Tod in Venedig Jahr: 1970 Klassifikation: Themenwelten - Preis-Hits unter 15 EUR - Komödie & Drama Regisseur: - Luchino Visconti Schauspieler/Schauspielerinnen: - Dirk Bogarde - Silvana Mangano stummes Begehren Viscontis "Tod in Venedig" ist eine äußerst sensible Umsetzung der Vorlage von Thomas Mann. Die Änderungen, die Visconti vorgenommen hat (Bogarde als Aschenbach ist in der Novelle Schriftsteller, hier Komponist) schaden der Geschichte überhaupt nicht, im Gegenteil. Durch die Einbeziehung von Gustav Mahlers Musik in den Film sowie Mahlers Person in die Aschenbach-Figur bekommt der Film eine zweite Ebene und neue Dimension, während die Essenz der Story unangerührt bleibt. Visconti taucht sein Venedig in schaurige, teilweise morbide Bilder, und sein Inszenierungsstil ist langsam, fast bedächtig. Hier liegt vielleicht die einzige Schwäche des Films. Hin und wieder schrammt "Tod in Venedig" haarscharf an gepflegter Langeweile vorbei und droht eine der klassischen, spröden Lieteraturverfilmungen zu werden. Aber die hervorragende Leistung von Dirk Bogarde als zutiefst verunsicherter, in hoffnugslosem Begehren verfallener Künstler, gleicht diese Schwächen immer wieder mühelos aus. Wenn er auf der Suche nach seiner verlorenen Jugend überschminkt und ausstaffiert wie eine groteske Marionette seinen letzten Gang zum Strand antritt, erreicht der Film seinen künstlerischen Höhepunkt und berührt zutiefst. Exzellente Literaturverfilmung Morte a Venezia (Luchino Visconti, 1970)<BR>1970 verfilmte der italienische Meisterregisseur Luchino Visconti Thomas Manns berühmte Novelle „Der Tod in Venedig", die den Tod des alternden Schriftstellers Gustav von Aschen-bach im untergehenden Venedig und das Dekadenzproblem in Thomas Manns Werk in extrem zugespitzter Form behandelt. Das Ergebnis gehört ohne Zweifel zu den besten Literaturverfilmungen, die es gibt. Vor allem weil es dem audiovisuellem Medium gelingt, die Atmosphäre der Textvorlage mit den eben nur ihm eigenen und zur Verfügung stehenden Mitteln kongenial (erwähnt sei hier vor allem die Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Symphonie) einzufangen. Der schmale Grat zwischen unangemessener Verfälschung und nur reproduzierender Kopie ist perfekt gelungen. <BR>In ruhig-bedächtigen, eng an die Erzählung von Thomas Mann angelehnten symbolträchtigen Bildern erzählt Visconti von Aschenbachs (sehr überzeugend: Dirk Bogarde) schicksalhafter Verstrickung an die Lagunenstadt, deren schon vom Tode gezeichneter Schönheit er sich ebenso wenig mehr rechtzeitig entziehen kann wie dem zwar kränklich-dekadenten, aber gleichsam die Schönheit verkörpernden Knaben Tadzio. Überdeutlich werden die Stationen auf dem Weg des unaufhaltsamen Verfalls der Künstler- und Fin-de-siècle-Figur sichtbar gemacht, immer wieder unterlegt und vertieft mit Rückblenden auf Aschenbachs Lebensgeschichte. In Anlehnung an Szenen aus Thomas Manns Roman „Doktor Faustus" deutet Viscontis Film den berühmten Schriftsteller in einen gescheiterten Komponisten um, der an einem sinnenfeindlichen, die absolute reine Schönheit darstellen wollenden Ideal scheitert. <BR>Wenn sich am Ende beim Zuschauer, der unweigerlich Zeuge von Aschenbachs Untergang wird, eine Mischung aus Faszination und Ekel, Verachtung und Mitleid die Waage hält, zeigt sich, dass Viscontis Bildepos vor allem ein ästethisch gelungenes Werk ist, das der Vorlage seine Referenz erweist. An antiker Rhetorik geschulte Sprachgewalt wird durch ätherischen Wohlklang der Musik Gustav Mahlers und prächtig-schaurige Bilder ersetzt. Thomas Mann wäre sehr zufrieden gewesen.<BR> <BR>Schön, dass auch die englische Originalfassung auf der DVD ist. Kauf Tod In Venedig bei Amazon.deoder Alphamusic Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de Kaufen und verkaufen bei ebay.de Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net | ![]() |