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Titus
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San Francisco
Andrea Thompson
New York
Titus
Jahr: 1999

Regisseur:

- Julie Taymor

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Jessica Lange
- Anthony Hopkins
- Sir Anthony Hopkins




Die Sprache Shakespeares in Bildern von Julie Taymor

Die Regisseurin Julie Taymor (am Broadway mit the lion king) hat das blutrünstigste Werk von William Shakespeare mit unglaublichen Bildern, Farben und Bewegungen genau der Sprache Shakespeares angepasst. Bild und Wort passen zusammen. Daher beste Shakespeare Verfilmung überhaupt.
Keine leichte Kost, sondern Kunst mit viel Blut, Pein, Qualen!


Unentschlossener TITUS - mit genialen Schauspielern!

TITUS ANDRONICUS wird von vielen als eines von Shakespeares schlechteren Stücken gewertet und findet sich nur noch selten auf den Spielplänen der Theater (mal abgesehen von Roberto Ciulli's Inszenierung mit dem Theater Mülheim an der Ruhr). Der Grund liegt auf der Hand: die blutrünstige Story über eine grenzlose Rache und die damit verbundene Ausrottung eines ganzen römischen Herrschergeschlechts findet nur noch bedingt Nachhall in der heutigen Zeit und ist nur schwer übertragbar. Heute wird mit anderen Waffen und vielleicht noch perfider der (politische) Gegener ausgeschaltet. Verwunderlich also, warum Regisseurin Julie Taymor ("Frida") gerade dieses Drama für ihre Verfilmung wählte. Soviel (überflüssige) Gewalt und Vernichtung wirken auf den heutigen Betrachter eher wie eine monströse Farce, eine Groteske des Aberwitzes.<BR>So recht entscheiden konnte sich Taymor anscheinend nicht, in welcher Epoche sie ihren Film inszeniert. Das fast alle Szenen in Italien und auch in und um Rom spielen, mag eine Verbeugung vor dem antiven Stoff sein, gerade die Szenen im Colloseum sind eindrucksvoll. Doch nicht nur bei den Kostümen durchwandert die Produktion alle Stile und Epochen, sondern auch in der restlichen Ausstattung: spielen doch einige Szenen im römischen "Mussolini-Stadtteil" E.U.R und dort im Palazzo della Civiltà Italiana; ein Verweis auf die faschistische Vergangenheit der Stadt: schließlich sah sich der Duce ja auch gern als zweiter Augustus. Durch diese kruden Stilmix verwischen die Konturen der Geschichte hin und wieder und die Absicht, das Zeitlose des Dramas sichtbar zu machen, bleibt allein beim Arrangieren von Tableaus und bei einer -zugegeben beeindruckenden- Materialschlacht der Dekors. Wenn Titus in seinem antiken Streitwagen in die Arena einzieht und dabei von Panzern begleitet wird, wirkt das eher unfreiwillig komisch. Doch gelingen Taymor neben diesen Entgleisungen auch besonders starke Bilder und Momente. Generell ist der Film dann gut, wenn sich die Kamera eine Pause gönnt und/oder sich ganz den hervorragenden Schauspielern widmet und die starke Sprache nicht noch zusätzlich mit Special Effekts aufgemotzt wird. Hier wäre die Szene auf der Kreuzung der Via Appia (?) im verregneten Morgengrauen zu nennen.
Anthony Hopkins als Titus und vor allem Jessica Lange ziehen alle Register ihrer Kunst, doch auch bis in die letzte Nebenrolle ist der Film erstklassig besetzt: Laura Fraser als vergewaltigte und verstümmelte Lavenia zählt wohl zu den tragischsten Frauenfiguren Shakespeares und Harry L. Lennix gibt dem Mohren Aaron ein aasiges Gesicht. Und Alan Cumming darf sich als Saturnius erneut als Exentriker präsentieren, während sich Jonathan Rhys-Meyers und Matthew Ryhs als Gotensöhne Demetrius und Chiron durchro


Annähernd unerträglich

Zurecht wird "Titus" in der Kritik häufig als Shakspeares blutrünstigstes und schwächstes Drama aufgeführt. Und diese Vrefilmung tut nicht viel um den Schwächen des Stücks entgegen zu wirken. Die Story zieht sich endlos lang, sodass die mitunter schönen Bilder, Kostüme und Schauplätze nicht nur ihren Reiz verlieren sondern gerade zu anstrengend und öder wirken.<br/><BR>Zwar gibt es ganz zum Schluss eine "Bullet-Time"-Szene, doch von das macht noch keine Matrix. Alles in allem ein Film der kürzeste Momente der Großartigkeit hat ansonsten aber wie gewollt und nicht gekonnt wirkt. Schade, Idee und Ansatz waren gut...





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