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Tigerland
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Colin Farrell
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Tigerland
Jahr: 2000
Klassifikation: War
Land: USA
Sprache: English

Regisseur:

- Joel Schumacher

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Colin Farrell
- Matthew Davis
- Clifton Collins




Einfach mitreißend!

Ein hervorragender Anti-Kriegsfilm, und das obwohl an keinem Kriegsschauplatz gedreht wurde. Dazu kommt noch, dass man in diesem Film kaum Blut und keinen(!) Toten sieht, für einen solchen Film (noch dazu aus den USA) eine echte Sensation. Aber trotzdem stellt der Film Krieg und Army als das dar was es ist: die Hölle! <BR>Colin Farrell zeigt eine großartige Leistung, meiner Meinung nach die beste in seiner (noch jungen) Karriere, aber auch die meisten anderen Schauspieler verkörpern ihre Charaktere gut. <BR>Die Kameraführung (Handkamera, immer nah an den handelnden Personen) verursacht das Gefühl, selbst vor Ort zu sein und das alles zu beobachten.<BR>Der Regisseur Joel Schuhmacher, der mit diesem Film sein Mainstream-Image endgültig abgelegt hat, verzichtet zum Glück auf eine übermäßig brutale Darstellung der Vorgesetzten. So gibt es zwar auch den ewig prügelnden Drill-Sarge, aber als Gegenpol dazu den Vietnam-Veteranen, der auf die Frage eines Rekruten "Wie überlebt man am besten dort drüben (in Vietnam)?<BR>als Antwort gibt: "Am besten gar nicht erst rübergehen!
Der Film kritisiert im Gegensatz zu den meisten anderen (Anti-)Kriegsfilmen nicht nur den Krieg an sich, sondern auch die Army und deren Methoden.<BR>Fazit: Am besten kaufen, auf jedenfall gucken!


Joel Schumachers bislang bester Film

Joel Schumacher ist nicht gerade das, was man einen Regisseur nennt, der durch anspruchsvolle Kinokost zu Ruhm und Ehren gekommen ist. Bislang hatte er sich er mit massenkonformen John Grisham Verfilmungen und eher mäßigen Batman Sequels einen Namen gemacht, allerdings einen, den man sich unter Cineasten nicht gerade ehrfürchtig zuraunte. Mit dem Kriegsdrama Tigerland dürfte es ihm gelungen sein, sowohl Kritiker als auch Publikum davon zu überzeugen, das er weitaus mehr kann.<BR>In grobkörnigen Bildern und teilweise mit Handkamera gedreht ist dies der sicherlich authentischste Film den er bislang gedreht hat. Der Film spielt 1971 zur Zeit des Vietnamkrieges und berichtet von der Ausbildung und dem Drill jener Soldaten die bald in den Krieg geschickt werden sollten. Erst sind es nur namenlose Gesichter, die Schumacher präsentiert, doch nach und nach bekommen die Protagonisten Gesichter und eine Geschichte. Nicht jeder ist freiwillig dort und nicht wenige halten dem Druck nicht stand, der schon im Vorfeld auf sie einwirkt. Besonders fällt Roland Bozz auf (grandioser Durchbruch für Colin Farell), der scheinbar keine Gelegenheit ausläßt, sich mit Kameraden und Vorgesetzten anzulegen. Doch gerade der Querulant hat das unausweichliche ihres Schicksals und die Unmenschlichkeit des Krieges am klarsten erkannt. Durch sein Wissen über die Rechtsgrundsätze der Armee verhilft er einigen seiner Kameraden zum Ausstieg. Dadurch macht er sich nicht nur seine Vorgesetzten sondern auch seinen Kameraden Wilson zum Feind. Im Tigerland, einer Art simuliertem Vietnam, kommt es zum finalen Konflikt zwischen den beiden und Bozz, der noch unschlüssig ist, ob er desertieren oder sich der Kriegsmaschinerie anschließen soll, muß sich entscheiden. <BR>Tigerland ist für mich ein gelungener Antikriegsfilm, gleichzusetzen mit Klassikern wie Full Metal Jacket oder Platoon. Ohne großes Staraufbot und durch eine fast dogmatisch anmutende Kameraführung realistisch bis zur Optik eines Dokumentarfilms ist er in seiner Wirkung grandios. Einen Film zu drehen mit dieser eindeutigen Botschaft und mit der Gewißheit, den Geschmack des Massenpublikums meilenweit zu verfehlen hat mehr als nur Respekt verdient. Mit einem Wort: Hervorragend.


kriegsfilm mal anders

dieser film wird als kriegsfilm bezeichnet,aber im gegensatz zu anderen ziehen die akteure nicht in den krieg.in diesem film geht es nicht darum möglichst viele tote auf die leinwand zu bringen, sondern hier wird gezeigt was für einem physischen und psychischen druck man in trainingslagern ausgesetzt ist.ob das ganze so auch der wahrheit entspricht ist eine andere frage.schlussendlich ist das aber nicht so wichtig,denn von den schauspielern und der stimmung dieses films wird man gepackt und auch nicht mehr losgelassen.einige leute empfinden die geschehnisse als etwas verwirrend,was vielleicht daran liegt, dass man personen wegen der dunkelheit des films nicht richtig zuordnen kann,aber wenn man den rollanden runter und sich von dem film mitreissen lässt wird man praktisch durch die handlung geführt. insgesamt wird dieser film wohl niemanden kalt lassen,ob im negativen sinne oder im positiven ist wohl bei jedem anders,bei mir war es positiv.





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