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Stalker
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Stalker
Jahr: 1979
Klassifikation: Foreign Film - Russlandn

Regisseur:

- Andrei Tarkovsky
- Andrej Tarkowski

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Alexander Kaidanowski
- Alissa Freindlich




Literatur als Inspiration und nicht als Gängelband

Tarkovsky erhitzt mit diesem Film wieder mal die Gemüter der Literaten. "Wo ist das Buch, das ich las"; hallt es durch die Reihen der Seitenumblätterer. Eine gewisse Arroganz liegt in dieser Haltung, nämlich die schwer haltbare Annahme, dass Menschen nicht das Recht haben, Dingen eine neue Form und einen anderen Sinn beizumessen.<BR>Der Film arbeitet mit sehr kargen aber durchaus eindringlichen Mitteln, um das Bedrohliche, das Phantastische, das Unaussprechliche zu Dramatisieren. Dabei entstehen immer wieder Szenen, die auch in Zeiten von Matrix oder LXG noch tiefe Eindrücke hinterlassen können. Mir persönlich haben am besten die Kamerafahrt über die schlafende Familie zu Beginn des Films und der einsetzende und wieder abebbende Regen, der im Vorraum des Raums niedergeht, gefallen. <BR>Stalker ist ein cineastischer Brocken Schwermut, der nicht etwa der depressiven russischen Seele, ganz gewiss aber einer gesellschaftspolitischen Verzweiflung entsprungen ist. Der Film ist meines Erachtens zu gut für ein Publikum, welches fanatisch nach Ansatzpunkten für eine analytische Kritik sucht. Was Stalker will, ist in aller Demut persönliches Leidensempfinden mit aller Macht des schauspielerischen und filmischen Ausdrucksvermögen dem Betrachter ins Gesicht zu schreien. Für viele mag die Gefühlswelt Tarkovskys schwer nachvollziehbar sein. Das rüttelt nicht daran, dass dieser Film eines der eindringlichsten Werke der russischen Filmkunst darstellt. Wer diesem Genre nichts abgewinnen kann, sollte sich fragen, ob er in seiner Kritik ganz wertfrei sein kann, und ob er wirklich ausreichend kompetent ist, sich zu diesem Thema zu artikulieren.


Die Fähigkeit, die ganze Welt in sich aufzunehmen.

Mein Gott! Was für ein Glück, in russischer Sprache zu Haus zu und mit solchen Filmen wie "Stalker" aufgewachsen zu sein!
Was passiert mit einem, wenn man sich Filme von Tarkovsky ansieht? Es schmerzt, man erstarrt wie hypnotisiert. Und plötzlich ist man woanders, weit weg. Plötzlich sieht man den kleinen Menschen von oben an, zusammen mit der Kamera, klein und verloren - und dieser kleiner Mensch bist auch DU...
Ich kenne keinen, der nach einem Film von Tarkovsky nicht ganz still würde. Schweigsam und nachdenklich - wegen der plötzlichen Fähigkeit, die ganze Welt auf einem vor sich zu sehen und sie zu begreifen. Vielleicht ausweglos, vielleicht allein - aber mit dem Wissen, warum man hier ist und was man hier tut. Man schließt den Freiden mit der Welt. Man nimmt sie in sich auf, ganz, mit ganzen Widersprüchen, mit dem ganzen Schmerz, mit dem Willen, sie zu behüten und vielleicht - zu retten (Tarkovsy's "Opfer").


Gemischte Gefühle

Ich hatte schon viel von Tarkovsky gehört und nachdem ich sein Buch gelesen habe (die Kunst des Films ...) verspürte ich den Drang einmal einen Film von ihm zu sehen.
Zuerst einmal möchte ich die negative Übersetzung ansprechen. Es ist eine Zumutung einen solchen Film so schlampig zu übersetzen. Dieser Film lebt gerade vom Drehbuch, die genaue und sinngemäße Bedeutung ist absolut nötig um sich ein Bild vom Film machen zu können und um ihn zu verstehen (so weit das möglich ist).
Zum zweiten möchte ich ansprechen das Tarkovsky schwache Menschen sehr stark hervorhebt. Er scheint irgendwie fasziniert von schwachen Menschen ... ihren Schicksalen und Lebensaufgaben zu sein.<BR> <BR>Eine solche Atmosphäre hatte ich in noch keinem anderen Film gesehen. Der Film regt sehr stark zum nachdenken an und übermittelt sehr viel Lebenserfahrung. Zum anderen hat er meiner Ansicht nach manche Szenen zu lange herausgezögert, manche Momente zu lange im Bild gelassen. Aber ich denke das wollte Tarkovsky so und villeicht werde ich ja irgendwann dahinterkommen und es mit der Zeit verstehen.





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