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Showgirls
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Showgirls
Jahr: 1995
Klassifikation: Drama

Regisseur:

- Paul Verhoeven

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Elizabeth Berkley
- Kyle Maclachlan
- Gina Gershan
- Kyle MacLachlan
- Gina Gershon
- Carrie Ann Inaba




der perfekte Sündenbock

Jedes Jahr gibt es einen Film, der von Zuschauern und Kritkern unisono deratig verrissen wird, dass man sich fragt, ob er wirklich schlechter war als der ganze Rest. Unter diesem Syndrom hatten schon hervorragende Filme wie "Fegefeuer der Eitelkeiten" zu leiden. Das wird von der Filmindustrie toleriert, weil diese Filme der perfekte Sündenbock sind für all den Müll, den Hollywood sonst noch zustande bringt.<BR>Nun ist "Showgirls" wahrlich kein Meisterstück, aber ich persönlich könnte mindestens zehn Filme spontan aufzählen, die im selben Jahr entstanden sind und deutlich schlechter waren. Jedenfalls hat die negative Presse dazu geführt, dass "Showgirls" ein Riesen-Reinfall wurde und fast die Karrieren von Drehbuchautor Joe Eszterhas und Regisseur Verhoeven begraben hätte. Beide haben sich inzwischen mehr oder weniger erholt.<BR>Zum Film - er hat einfach unglaublich peinliche Momente, das ist wahr (Der Höhepunkt: die absurde Sexszene Berkley/MacLachlan im Swimming-Pool), aber wenn man ihn nicht ernst nimmt, kann er durchaus unterhalten. <BR>Elizabeth Berkley ist als Schauspielerin, die eine deratige Mammutproduktion alleine tragen muss, leider überfordert und versagt in regelmäßigen Abständen komplett, selbst wenn an ihrer Figur und ihrem Tanz nichts auszusetzen ist. Der Humor ist niveaulos, der Film ist nicht nur extrem frauenfeindlich, sondern männerfeindlich gleich noch dazu - es gibt einfach keine einzige sympathische Figur in "Showgirls" außer Berkleys bester Freundin, und die ist leider strohdumm und naiv.<BR>Die Versuche, das amerikanische Publikum vor den Kopf zu stoßen, sind ebenso löblich wie verzweifelt (es gibt Interracial Sex, lesbischen Sex, allein die Erwähnung von Menstruation sollte schon jeden US-Bürger zur Ohnmacht treiben) und allesamt feuchte Männerfantasien.<BR>Aber der Film hat auch einige positive Seiten. Verhoeven ist ein unbestreitbares Regie-Talent. Seine Inszenierungen der Bühnenshows z.B. sind kraftvoll und intensiv, dazu glänzend geschnitten und ausgezeichnet choreografiert. Die Kameraarbeit ist hervorragend und sorgt dafür, dass selbst die langweiligeren Szenen noch unterhaltsam sind. Die Nebendarsteller leisten gute Arbeit, wenn man davon absieht, dass sie eindimensionale Figuren spielen müssen. Gina Gershon ist die einzige, die "Showgirls" unbeschadet überstanden hat und ist als irreales Bühnenbiest herrlich kühl und sexy zugleich. Der Soundtrack ist ebenfalls tadellos.<BR>"Showgirls" kann man aus drei Gründen sehen - als Verhoeven-Fan (seine Handschrift ist unverkennbar), als Voyeur (es gibt reichlich nackte Haut zu sehen) oder als Trash-Fan und Liebhaber lustiger Video-Abende.


Kann man sich angucken ...

Naja es gibt schlimmere Filme als diesen.Die Story ist relativ einfach gestrickt, doch hätte man durchaus mit etwas mehr Einfühlungsvermögen, einen tiefgründigeren Film schaffen können. Die Schauspieler versuchen noch zu retten was zu retten ist, scheitern aber auch kläglich. <BR>Als Schnulze zwischendurch ist dieser Film ganz gut geeignet, wer allerdings anspruchsvolle qualitative Unterhaltung sucht, sollte die Finger davon lassen.


Absoluter, filmischer SUPERGAU - aber...

... so grottenschlecht, dass es schon wieder Kult ist! Der peinliche Plastiksex, die debilen Darsteller und die schreckliche Pappkulisse machen aus "Showgirls" ein Kultereignis ganz im Stil einer "Rocky Grausigkeit Picture Show" und diversen B-Movies. Neben einem Musical finden sich besonders in Amerika in Szenenkinos "Showgirl"-Parties mit fliegendem Popcorn und Blonden Perücken wieder um Verhoevens Streifen (O-Ton Regisseur: "Es ist alles sehr wahr und authentisch"). zu feiern. Über die Haupt"darstellerin" Elizabeth Berkley, welche als kleine Blonde Britney nach Las Vegas geht um ein Star zu werden, diverse "Jobs" (aller Arten) in Bars hinter sich bringen muss um schließlich Star in der eigenen Show zu werden. Doch als sie am Ziel ihrer Träume angekommen ist, versucht ihr Mentor (Kyle MacLachlan, der sein Gesicht sicherheitshalber hinter einem Pony versteckt) die beste Freundin zu vergewaltigen und das Girl reisst schnell wieder ab, weil sie mit sovielen bösen Sachen dann lieber doch nix am Höschen haben will. Glanzpunkte wie eine zum kreischen komische "Choreographie" oder die herrlich zickende White - Trash Schlampe Gina Gershon bringen das Fass zum Überlaufen... Wer einen spannenden Erotikthriller will, sucht weiter, wer "Showgirls" bereits erleben durfte und auf Trash steht, greift dankbar zu!





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