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| Save The Last Dance Jahr: 2001 Regisseur: - Thomas Carter (II) Schauspieler/Schauspielerinnen: - Julia Stiles - Bianca Lawson - Kerry Washington - Sean Patrick Thomas Alte Story, neu verpackt. Als meine Verlobte an einem Tag des Sommers 2001 vorschlug, den freien Nachmittag doch zu nutzen, um ins Kino zu gehen, war ich von der Idee noch begeistert. Was schauen wir uns an? "Save the last dance" - diesen Film wollte sie unbedingt sehen, und damit endete der Teil der Idee, der mir gefiel. Ein Film über Tanzen und eine Liebe mit Hindernissen, musste das sein??? Es mußte. Meine bessere Hälfte setzte sich durch und so gingen wir ins Kino, "Save the last dance". Vor dem Film erwartete ich alles, Schnulze, Langeweile usw. Aber es dauerte nicht lange, und ich wurde eines besseren überzeugt. "Save the last dance" ist ein Film, der keineswegs nur Klischees aus früheren Zeiten aufwärmt, sondern vielmehr verdient dieser Film die Prädikate "realitätsnah" und "zeitgemäß". Nicht nur für Tanzfans, zu denen ich mich nicht zähle, ist dieser Film ein Erlebnis. Die jungen, noch unverbrauchten Schauspieler schaffen es auf einmalige Weise, Gefühle und Ambiente zu vermitteln. Die Problematik, mit der sich der Film beschäftigt, wird deutlich, wirkt aber nicht belastend. Auf jeden Fall ist dieses Video eine schöne Geschenkidee. <BR>Schade nur, dass "Save the last dance" in der Öffentlichkeit nicht die verdiente Beachtung erhielt. The only person you need to be is yourself Dieser Film ist einfach genial. Sara (Julia Stiles) lebt mit ihrer Mutter in einer Kleinstadt und sie hat einen großen Traum. Sie möchte eine weltberühmte Ballerina werden. Deswegen bewirbt sie sich an der Juliard, einer der besten Tanzschulen der Welt. Während sie allerdings bei dem Vortanzen ist, stirbt ihre Mutter bei einem Autounfall. Sara hängt das Tanzen an den Nagel und zieht zu ihrem Vater (Terry Kinney) an die raue South Side von Chicago. Dieser besitzt dort eine schäbig Wohnung, in der Sara zunächst auf dem Sofa schlafen muss. An ihrer neuen Schule ist sie als Weiße in der Minderheit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freundet sie sich jedoch mit Chenille (Kerry Washington) und deren hübschen Bruder Derek (Sean Patrick Thomas) an. Zwischen Sara und Derek funkt es. Außerdem merkt Derek nach einiger Zeit, dass die beiden die Leidenschaft zu tanzen teilen. Sie kommen sich immer näher und sind schließlich ein Paar. Doch gewisse schwarze Leute sehen die beiden nicht gerne zusammen. So zum Beispiel Nicky (Bianca Lawson). Sie ist Dereks Ex, meint jedoch, sie könne sich Derek zurückholen, wenn es ihr passt. Als sie dann aber mitbekommt, dass Derek sich in Sara verguckt hat, liefert sie sich zunächst einen stummen Kampf mit Sara, der zum Schluss aber in einer Schlägerei endet. Doch auch Dereks Kumpel Malakai (Fredro Starr) rät ihm von Sara ab. Er versucht Derek zu einem gefährlichen Ausflug zu überreden. Derek ist nun hin und hergerissen zwischen Sara und Malakai. Es fällt ihm schwer seinen Freund im Stich zu lassen, doch er möchte auch mit Sara zusammen sein. Auch Saras Vater Roy gefällt die Beziehung zwischen den beiden nicht. Nun müssen Derek und Sara zusammen halten. Derek schafft es, Sara wieder zum Tanzen zu animieren. Sara bewirbt sich ein zweites Mal an der Juliard. Gemeinsam proben sie für ihr Vortanzen. Doch als sie sich kurz vor ihrem großen Tag mit Derek streitet, der sich schließlich doch dazu durchringt Malakai zu helfen, zweifelt sie, ob sie die Aufnahmeprüfung alleine schaffen wird. Nach einem Gespräch zwischen Vater und Tochter begleitet Roy Sara schließlich zum Vortanzen. Zeitgleich sagt Derek seinem Kumpel Malakai ab, denn er hatte eigentlich schon die ganze Zeit eingesehen, dass es großer Schwachsinn ist, was Malakei veranstalten will. Doch Malakai läßt sich von Derek nichts sagen und behauptet, er habe sein Leben im Griff. Als Malakai dann gefahren ist, muss Derek sich beeilen um noch einigermaßen rechtzeitig bei Sara zu sein. Also er dann an der Tanzschule ankommt, ist Sara gerade mit dem freien Teil des Tanzes angefangen. Doch beim ersten Versuch verpatzt sie einen Schritt und bittet die Jury um eine neue Chance. Nun ist es an Derek seine Freudin aufzubauen. Schließlich versucht Sara es erneu Kein wirklicher Tanzfilm, aber beschwingt und mit Tiefgang Man muss kein Hip-Hop oder R'n'B Fan sein, um diesen Film zu mögen (bei letzterem gehöre ich sogar eindeutig zu den Hassern) und auch keine Vorliebe zu Tanzfilmen haben, denn als solchen würde ich Save the Last Dance trotz einiger gelungenen, im Ganzen aber zu seltenen Tanzszenen nur in zweiter Linie bezeichnen. Vor allem ist er nämlich ein Jugenddrama, das sich auf äußerst sensible Weise und zum Glück kaum lehrhaft moralisierend der schwierigen Ghetto-Thematik annimmt. Neben dem unverbrauchten, hervorragenden Essemble ist für mich das Drehbuch der Trumpf dieses Films. Selten gelangen so "echte" Dialoge unter Jugendlichen. In ihnen kollidieren und vereinigen sich auf großartige Weise Realitätsangst und Unbeschwertheit der scheinbar Perspektivlosen Generation, die Disco wird zum Schlachtfeld dieses Konfliktes, in dem plötzlich eine Weisse als Minderheit in eine sich mit aller Macht zu behaupten versuchende schwarze Kultur zu integrieren versucht. Für einen Drehbuchautoren ist dieses Parkett ein Minenfeld an Klischeefettnäpfchen und der größte Verdienst des Filmes ist, sie alle bis auf winzige Ausrutscher umschifft und teilweise sogar glänzend ironisiert zu haben. So wird der wahre Ursprung des Klischees vom überschwarzen "Yo, Alter. Alles tight"-Schwarzen nicht verleugnet, sondern als bedauerliche Verinnerlichung veralteter Rassenklischees in Kontrast zur Realität gesetzt. Eine bemerkenswerte und von den Schauspielern souverän mitgetragene Leistung.<BR>Am Ende scheint der Autor dann leider doch kalte Füße vor seinem heissen Eisen bekommen zu haben und kippt das ganze - weiterhin dem Thema angemessen sensibel, aber mit spürbarer Unentschlossenheit - in Richtung Happy-End-Tanzromanze. Das passt zwar zu dem locker frechen Ton der lebendigen Figuren, hinterlässt aber auch das bittere Gefühl, dass hier letztlich eine gut vorbereitete Gelgenheit zu tiefgehender Kritik zugunsten seichter Unterhaltung das Klo runtergespült wurde. Den 5. Stern hat sich Save the Last Dance damit zwar verspielt, wem großartige Ansätze und lebensechte Charaktere im Schwarz-Weiss-UND-Schwarz-Schwarz-Konflikt in einem zudem äußerst kurzweiligen Film jedoch genügen, wird hier mit Sicherheit glücklich. 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