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Raus Aus Amal
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Lob und Kritik

Raus aus Amal
Jahr: 1998

Regisseur:

- Lukas Moodysson

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Alexandra Dahlström
- Rebecka Liljeberg




Ein wunder-wunderschöner Film!

Fucking Åmål ist ein wirklich zauberhafter Film über das Erwachsen werden, die erste Liebe, das "anders sein" (hier halt Lesbisch), Kleinstädter und das Leben überhaupt!
Der Amazon-Rezension von Sascha Westphal ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen, der Kurzbeschreibung schon: Es ist mir völlig schleierhaft, wie man dieses Juwel mit einem Hollywood Mainstream-Streifen wie American Pie - für den das Wort "flach" noch zu "hoch" ist - vergleichen kann!
Dieser Film schafft es, gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen zu sein! Eine Dramatisch-komisch-ernsthafte Auseinandersetzung, die völlig zu Recht wochenlang Skandinavische Kinocharts anführte (erfolgreicher als Titanic, z.B.) und die völlig zu unrecht in Deutschland auf Programm-Kinos und Festivals beschränkt war.
Obwohl ich den Film schon 4 Mal im Kino gesehen habe, zieht er mich immer wieder in die Handlung hinein und es gibt kaum einen Film, der Gefühle so transparent herüberbringt, dass man mit den Figuren eins wird: man leidet mit ihnen und freut sich (nicht nur für, sondern) mit ihnen!
Ich weiß gar nicht, was ich mehr loben soll: die grandiosen jungen Schauspieler (besonders Rebecca Liljeberg als Agnes ist einfach zauberhaft), das mutige und realistische Drehbuch, die immer passende Musik,... - hatte ich schon erwähnt, dass das einer meiner Lieblingsfilme ist ;-)
Dass muss reichen! Wer sich diesen vielfach Premierten Film (z.B. zweifach auf der Berlinale'99 ausgezeichnet, darunter "Best Feature Film") jetzt nicht holt, ist selber schuld!


Ein mehr als gelungener Film

Vorab möchte ich bemerken, dass „Raus aus Amal" einer jener Filme ist, die mich überaus beeindruckt haben. Dies gilt einerseits für die herausragenden Schauspielerinnen Alexandra Dahlström und Rebecca Liljeberg, die ihre Rollen derart perfekt, vor allem realitätsnah spielen, dass man glauben könnte, sie spielen ihre eigene Lebensgeschichte.
Andererseits ist aber auch die Handlung sehr gelungen: Zwei gänzlich verschiedene Menschen - die verbitterte, kränkliche und zerbrechliche Agnes, die nun schon fast zwei Jahre in der verschlafenen Stadt Amal wohnt und noch immer keine Freunde gefunden hat und die lebensfrohe, weltoffene und träumerische Elin, der es immer viel zu langweilig in der Stadt ist und die möglichst schnell „raus aus Amal" will - treffen anfangs durch einen Zufall aufeinander und können später nicht mehr voneinander lassen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, auf dem beide viele Hürden zu überwinden haben, nicht zuletzt jene der Ablehnung der Menschen (auch die der Schüler) gegenüber der gleichgeschlechtlichen Liebe, die aber hier eigentlich nicht zentrales Motiv ist.
Vielmehr zeigt Lukas Moodyssons Jugendfilm die Pubertät mit allen Sonnen- und Schattenseiten und handelt vom Verstehen anderer Menschen, Zugehen auf und Einfühlen in andere Menschen, egal wie „anders" sie auch sein mögen.


Men vi är sa jävla coola...

Der wohl beste Film der letzten Jahre im Genre des "Jugendfilms" kommt endlich auch in Deutschland auf Video und DVD!!! Der Inhalt ist hierbei kurz erzählt: Elin und Agnes sind so unterschiedlich, wie nur möglich; Elin ist das typische Girlie, das mit jeden Kerl in der Umgebung schon mal was hatte, diesen Ruf auch fröhlich pflegt und bisweilen ihren Frust über ihr grausames Teenager-Dasein mit ein paar "Aaaaaaaahs" herausschreit. Agnes ist die typische Aussenseiterin; nach zwei Jahren, die sie nun in Amal wohnt, hat sie noch immer keine Freunde gefunden, gilt an ihrer Schule zudem noch als Lesbe und ist tatsächlich in Elin verliebt, die sie allerdings nicht beachtet. Die beiden Mädels haben nur eines gemeinsam: sie hassen Amal, die Kleinstadt in der sie leben, weil es dort nicht zu tun gibt, als von Autobahnbrücken zu spucken oder davon zu träumen, auf einen rave zu gehen... Auf einer desaströsen Geburtstagsparty küsst Elin Agnes aufgrund einer Wette - und wird anschließend von einem so schlechten Gewissen geplagt, dass sie wieder zu Agnes geht und der Entschuldigung folgt bei dem netten Plan, nach Stockholm zu trampen, der erste ehrliche Kuss der beiden... Danach sind beide äußerst verwirrt, die Ereignisse überschlagen sich, alles kommt anders, als macn denkt und das ganze Verwirrspiel endet in einem coming out im allerwörtlichsten Sinne... "fucking amal" (so der treffendere Titel im Original) ist zurecht der beliebteste Film Skandinaviens der letzten Jahre. Die beiden Hauptdarstellerinnen überzeugen zu jedem Zeitpunkt der Geschichte und Regisseur Lukas Moodysson gelang mit Fucking Amal ein Jugandfilm, der sich von Inhalt, Regie und Darstellern ganz deutlich von amerikanischen High-School-Filmen unterscheidet (daher ist mir der Vergleich mit dem Mainstream Streifen "American Pie" völlig unbegreiflich!)
Kurz und gut: Dieser Film ist ein absolutes Muss!!!





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