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Panzerkreuzer Potemkin
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Lob und Kritik

Panzerkreuzer Potemkin
Jahr: 1925

Regisseur:

- Sergei M. Eisenstein

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Alexander Antonow
- Wladimir Barski




Stummfilmklassiker mit sehr hohem Anspruch.

Panzerkreuzer Potemkin, UdSSR 1925<BR>DVD-Fassung 2004, zum 45. Jahrestag des Ereignisses von 1905
Dieser Film wird allgemein als der beste europäische Film aller Zeiten gelobt, wenngleich ein Werk, wie z.B. Metropolis, mindestens im gleichen Atemzug genannt werden muß. Der Film, der den russischen Matrosenaufstand von 1905 beschreibt, wurde von Eisenstein 1925 anläßlich des 20. Jahrestages insziniert und 1926 uraufgeführt.
Mit Panzerkreuzer Potemkin ist Sergej M. Einsenstein eine theatralische Inszenierung und Filmmontage so professionell gelungen, daß die filmisch umgesetzte Tragödie von den wahren Begebenheiten zu dieser Zeit bis heute nichts an ihrer atemberaubenden Wirkung verloren hat.<BR> <BR>Der Film erzählt in Dramatischen Bildern eindrucksvoll den Matrosenaufstand von 1905, sowie die nach der Niederlage des russisch-japanischen Krieges entstehenden sozialen und politischen Konflikte im Zarenreich.<BR>Die Matrosen des Panzerkreuzers "Fürst Potemkin", der zu diesem Zeitpunkt vor der Stadt Odessa lag, weigerten sich, der dauerhaften Schlechtbehandlung durch die Offiziere des Schiffes nachzugeben. <BR>Der Anführer der Matrosen Wakulintschuk erreichte durch seinen Tod solch eine gewaltige Anteilnahme und Aufmerksamkeit durch die Menschen der Stadt Odessa, daß diese sich an der monumentalen Hafentreppe versammelten, bei der es dann zur berühmten "Treppenszene von Odessa" kam. Die wohl Dramatischste Szene des ganzen Films ist dabei die Szene der Mutter mit ihrem Kind auf dieser Treppe. Im letzten Akt spielt die Potemkin eine Schlüsselrolle im Gegenschlag gegen die ankommenden Admiralsgeschwader und wird somit zur ersten wichtigen historischen Begebenheit in der damit beginnenden russischen Revolution.
Diese DVD-Fassung zeigt leider eine von 1949 gekürzte Fassung des Moskauer Filmstudios aus dem Staatsarchiv der Deutschen Demokratischen Republik. Die Fassung wurde umgeschnitten, die Schrifttafeln zu den Akten unverständlicherweise ersatzlos entfernt, sowie Tötungsszenen entschärft. Die Akt-Tafeln sind eigentlich wichtig, da sie den Spannungsbogen des Films beschreiben.
Das Fehlen der Akttafeln erschwert den Überblick über die Handlungsabschnitte. Leider sind nicht nur die originalen Schrifttafeln verschwunden, die ein wichtiges Stilmittel für den Film waren, sondern es sind auch die Texte verändert und an DDR-Zensur angepaßt worden.
Zensiert wurde der Film auch schon direkt nach seiner Veröffentllichung, sowie in den 20er Jahren, aber auch in der Zeit des Dritten Reiches und gehört damit zu den berühmten Zensurbeispielen seiner Geschichte.
Der Film verliert nicht nur fast 12 Minuten Laufzeit (hier: 63 Minuten-Fassung), sondern auch wesentliche Dramatische Elemente, die die ersc


Mogelpackung

Den Film möchte ich nicht weiter kommentieren, da das für meine Bewertung nicht relevant ist. Ich konzentriere mich auf die technischen Aspekte der DVD. Und die sehen düster aus. Der Film wird in einer gekürzten Fassung aus den 40ern gezeigt, bei der auch Texttafeln entfernt oder umgeändert wurden. Das Bild entspricht nicht mehr dem Originalformat. Es wurde hier auch nicht ansatzweise versucht, eine Originalfassung des Films zu präsentieren. Darauf wird auf der Verpackung nicht hingewiesen! Ein Blick auf den Herstellernamen genügt allerdings - zumindest mich überrascht das bei einer DVD von Icestorm (z.B. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel") nicht.


Kameratechnisch ein Meilenstein, inhaltlich nur Propaganda

Ich wundere mich doch, wie man diesem Film objektiv betrachtet heutzutage 5 Sterne geben kann.
Sicher ist der Film von der Kameraarbeit und der Schnitttechnik ein Meilenstein der Filmgeschichte, aber da hören die positiven Aspekte von Eisensteins bekanntestem Werk auch auf.<BR>Inhaltlich ist der Film nämlich ein Graus und wer nicht Medienwissenschaften studiert, sondern eine anspruchsvolle, vielschichtige und atmospärische Handlung erwartet, wird sich diesen Film exakt ein Mal im Leben ansehen - und dann nie wieder.
Eisenstein bemüht sich, die zaristischen Offiziere des Kreuzers und die Truppen an Land als möglichst grausam darzustellen, damit der Aufstand der Besatzung als nachvollziehbar und als einzig richtige Lösung erscheint.<BR>Es werden überwiegend nur kommunistisch gefärbte Phrasen gedroschen und nach dem erfolgreichen Aufstand schliessen sich wie selbstverständlich weitere Kriegsschiffe der "Potemkin" an. Die kommunistische Revolution wird als Erdrutsch dargestellt, mit dem die Menschen sich der bösen Monarchie entledigen und einem kommunistischen Wunderland entgegenblicken können wo sich alle lieb haben.<BR>Es gibt in dem Film sogar in einer Szene kurz Farbe zu sehen: Als die Besatzung der Potemkin ihre rote Flagge hisst...
Der Film ist Dramaturgisch wenig beeindruckend und kann auch was Spannung angeht nicht glänzen. Man ertappt sich dabei, wie man nur auf die berühmte Szene an der Treppe wartet, die auch den Höhepunkt des Films darstellt.
FAZIT: Wenn man die filmhistorische Brille absetzt, bleibt ein langatmiger, kommunistischer Propagandafilm, den man einmal gesehen haben sollte um sich Eisensteins kamera- & schnittechnisches Talent vor Augen zu führen. Danach wird man sich den Film aber freiwillig kaum ein 2. Mal ansehen - bei aller Liebe zu Stummfilmklassikern.<BR>(Wer Spannung und Atmoshäre sucht, ist bei Langs "Metropolis" oder Murnaus "Faust" besser aufgehoben.)





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