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Nicht Auflegen
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Nicht auflegen
Jahr: 2002
Klassifikation: Regisseure - Schumacher, Joel

Regisseur:

- Joel Schumacher

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Colin Farrell
- Kiefer Sutherland




Revival für die Telefonzelle, thriller mal anders

"Nicht auflegen" ist extrem spannend - Allerdings nicht auf "Feuerball-Explosions-Maschienengeballer-Effect"-Art. Nein, der Film ist der pure Psychoterror. <BR>Zunächst sieht man sich das Ganze noch mit Abstand an und registrierst nur, was passiert. <BR>Stu (genial: Collin Farrell) ist ein rücksichtsloser PR-Manager, der seinen "Sekretär" beutelt, seine Frau betrügt und seine Freundin belügt. Jeden Tag begibt er sich in eine Zelefonzelle, um von seiner Gattin unbemerkt, mit seiner neuen Flamme sprechen zu können. Doch eines Tages kommt alles anders. Da klingelt das Telefon und ein Heckenschütze (Kiefer Sutherland) möchte die Fehltritte in Stus Leben aufarbeiten. Notfalls gezwungener Maßen. Um dem Ausdruck zu verleihen, erschießt er einen Passanten und droht das Experiment an Stu selbst zu wiederholen, falls dieser es wagen sollte einzuhängen. <BR>Spätestens jetzt wird man in den Bann der Problematik gezogen und gefangen genommen. Fieberhaft beginnt man zu überlegen, wie man persönlich den "Irren" am anderen Ende der Leitung wieder los werden würde. Und plötzlich beschleicht einen das Gefühl, dass die Situation auswegslos ist. <BR>Man bekommt Panik, Angst um Stu. Der mag zwar ein echter "Blödmann" gewesen sein, aber wer bereut, dem sollte auch verziehen werden. Schließlich kommt das Ende wie ein Hammerschlag, und den möchte ich niemandem vorenthalten.<BR>Ob man sich mit dem Ausgang zufrieden gibt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.
Mein Fazit: <BR>Sehr guter Film, am Ende scheint ihm etwas die Puste, bzw. dem Drehbuchautor die Ideen ausgeganen zu sein.<BR>Verzeihe ich aber im Hinblick auf den gelungenen Rest.
Joel Schumacher hat einen Film geschaffen, der erfrischend anders ist. Und die guten alten Telefonzellen hat er auch wieder ins Gespräch gebracht.


Psycho-Thriller ¿ beängstigend und verstörend

Knapp 80min Filmzeit an ein und demselben Ort, dazu nur 4 verschiedene Schauspieler und ein psychopathischer Killer, der es jedem kalt dem Rücken hinunterlaufen lässt.<BR>Nicht Auflegen ist einer der innovativsten und anspruchvollsten Filme des Jahres 2003. Regisseur Joel Schumacher gelingt es, einen atmosphärisch äußerst dichten thriller an einer Telefonzelle zu inszenieren, der einen noch nach dem Ende nicht loslässt.<BR>Colin Farrel spielt den arroganten und durchtriebenen PR-Manager, der von einem Scharfschützen mitten in New York terrorisiert wird. Und terrorisiert ist in diesem noch maßlos untertrieben. Was Kiefer Sutherland da mit seinem Opfer macht, lässt ihnen über 90min lang den Atem stocken. Die ausweglose Situation, in der Colin Farrel gefangen ist und immer weiter hineingerät, grenzt an Psycho-Terror der härtesten Sorte.<BR>Nicht Auflegen kommt ganz ohne Schockeffekte und unnötige Gewalt aus und erhält trotzdem ein außergewöhnliches Spannungsniveau über den gesamten Film. Die Brutalität spielt sich hier nur im Kopf des Zuschauers ab und genau das macht den Film beängstigend und verstörend.<BR>Joel Schumacher schafft mit diesem Film nach Falling Down erneut einen außergewöhnlich dichten und überzeugenden thriller mit Starbesetzung.


eines der spannendsten Filme, die ich jemals gesehen habe

Ich habe selten einen so genialen und spannenden Psycho-Thriller wie diesen gesehen. Es handelt sich hierbei um einen Echtzeitfilm. D.h. jede Minute des Films, ist tatsächlich die verstrichene Zeit im Realen Leben.
Es ist kein film der auf pure sinnlose Action basiert. Der Film drückt seine Stärken durch intelligente Dialoge zwischen dem Opfer und dem Schützen aus. Etwa 80-es Films handelt vom Dialog zwischen dem anoymen Schützen und dem Opfer. Auf dem ersten Blick zeigt der Film wie ein selbstbewusster Mann, der auch nicht nach Moralischen Werten lebt, im Laufe des Films von Minute zu Minute innerlich zusammenbricht, bis er am Ende völlig aufgelöst seine eigene Existenz aufgibt. Das Opfer wird im laufe des Drucks vom Schützen, mit seiner bisherigen Lebensweise in einem ungeheurem und stressintensiven Situation konfrontiert und wird gezwungen, mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Ein extrem interessanter Faktor ist die Umsetzung des Films: Die Stimme des Schützen ist extrem beklemmend. Das interessante ist, dass die Stimme des Schützen nicht filmtechnisch als Telefonakustikverstellt wurde. Im Gegenteil: Der zuschauer hört die Stimme direkt vom Schützen. Als höre der Zuschauer direkt vom Telefonhörer. Dieser Effekt hat einen sehr kontrollierenden Eindruckauf die gesamte Situation des Films. Denn hierdurch kommt nochmal verstäkt der Ausdruck des Schützen über die Überlegenheit und Kontrolle der gesamten Situation.
Die Musik ist... omg, die ist sooowas von genial umgesetzt. Es handelt sich nicht um eine grossangelegte Orchestrale oder rockige Musikuntermahlung. Im Gegenteil - Die Musik spielt auf einer Ebene, die den zuschauer in seiner Psyche anspricht und progressiv seine Spannung für den Film in Vollem Potential entfaltet. Die Musik hält den Zuschauer bei Atem und hält die ohnehin, ungeheure Spannung durch den ganzen Film an.
die Kameraführung ist auch intelligent und zweckdienlich umgesetzt. In Situationen, in denen eine kontrollierende Überlegenheit des Schützen zustande kommt, wechselt die Kamera in die Perspektive des Schützen. Um den Grosstadtflair aufkommen zu lassen und um die Tatsache zu verdeutlichen, dass der Schütze überall sein könnte, wechselt die Kamera auch öfters in die Froschperspektive.<BR>Sehr oft wechselt die Kamera auch in die verwackelnde "Handkamera" um den Zuschauer direkt in die Handlung einzubeziehen. Als sei er direkt am Tatort.<BR>Das interessanteste jedoch ist das visuelle Kamerabild an sich. Es ist sehr urban gehalten. Es ist nicht verschönt wie in anderen Filmen, sondern man hat den Eindruck, dass es eine Reale Handlung ist, die im wirklichen Leben passiert. Der zuschauer hat den Eindruck, dass es ich hierbei um einen authentischen Geschehniss handelt, statt um e





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