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| Naqoyqatsi Jahr: 2002 Klassifikation: Documentary Regisseur: - Godfrey Reggio Sehens- und hörenswerter Abschluss der Trilogie Die Bedeutung des Wortes "Naqoyqatsi" wird im Abspann bezeichnet als "civilized violence" "war as way of life" und "a life of killing each other" So war meine Erwartung dementsprechend düster. Aber abgesehen von einer kurzen Wanderung durch ein Wachsfigurenkabinett mit politischen Köpfen aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts und einer kleinen Ansammlung von Bildern von Waffen erfährt der Zuschauer einen gigantischen Videoclip im Hochglanzformat dessen Inhalt von Werbung, Schönheit, Lifestyle und Pop geprägt ist. Das Thema von Naqoyqatsi scheint das Bild des Menschen in der Medienwelt von heute zu sein. Der Film ist für sich gesehen sehr sehenswert, nur der Titel ist falsch, leider. In meiner Rangliste der drei Teile steht er auf Platz 2 nach Koyaanisqatsi, zum Einen deshalb, weil die Bildkomposition sehr gut gelungen ist und einen unerreichten Standard an Ästhetik vermittelt, zum Anderen, weil die Musik nicht so grell und überdreht wie bei Powaqqatsi daherkommt, Philip Glass hat eine sehr "schöne" Musik geschrieben, in der das Cello den roten Faden bildet und quasi den "Menschen" verkörpert. Der Soundtrack allein ist schon den Kauf Wert. Doch auch wenn man sich von der Erwartung aufgrund des Titels lossagt, bleibt am Ende des Films eine Frage offen: "Warum wurde dieser Film gedreht, welche Botschaft hat er?" Ich weiß es nicht und so könnte Naqoyqatsi ein Opfer dessen geworden sein, was dieser Filme eigentlich anprangern wollte: Die Technisierung und Abhängigkeit des Menschen von ihr. Hier wurde die Machart des Films zum Selbstzweck und nicht zum entlarvenden Werkzeug. Schade. Trotzdem 4 Sterne, auch wegen der von den Vorrednern schon erwähnten Specials. Kopfrheuma <BR>Nach KOYaanisqatsi und POWaqqatsi reiht sich nun ein weiterer Film in die (anbehauptete) Triologie. Anders als bei den vorangegangenen Werken hat mich dieser Film (leider) enttäuscht. Einzig die gewohnt gute klangliche Untermalung sowie das handwerkliche Geschick lassen diesem Film seine Bewertungssternchen zukommen. Godfrey Reggios "Das Leben im Würgegriff der Technik" schien mir eher wie "Ein Film im Würgegriff der Technik": Schon fast gnadenlos werden hier neue und partiell bereits bekannte Filmfragmente optisch gedopt, aus denen dann willkürlich hintereinandergehängt eine anstrengende, reizüberwürzte Bildersuppe gekocht wird. Die Ingedienzien (Realfilm, Verfremdungen sowie Computeranimationen) tapsen wild nebeneinander her, und man weiß nicht, ob man die Suppe nun trinken, beißen oder spucken muß. Wohlgemerkt: Eigentlich kann jedem willkürlichen Standbild des Films eine hohe "künstlerische" oder ästhetische Qualität attestiert werden. Hier hat jemand sich und sein Team auf optische Perfektion getrimmt. <BR>Trotz avangardistischer Konsumbereitschaft verlor ich jedoch inhaltlich flott an Bodenhaftung: Anders als KOY und POW fehlt hier jeglicher semantischer Kontext. Sicherlich sind diese Filme keine Schonkost, sie heissen ja auch nicht "Easy" oder "Raider". Doch bei NAQ wächst diesmal weder ein integraler Eindruck über den Kontrollverlust der Weltgesellschaft, noch hält er sich durch eine Geschichte über das breite Spektrum der Lebenswelten dieser Welt zusammen. Er kommt ganz zeitgeist-treu beliebig und nicht-moralisierend daher und führt sich vom Podest dieser Metaebene m. E. selbst ad absurdum. Wohlartikuliertes Bildmaterial ohne Richtung. Der Film erhält von mir ein paar Sternchen für seine künstlerische Qualität, er gehört sicher in die Ausleihe jeder Filmhochschule; die "fehlenden" Sternchen sind dann aber für seine Freigabe für das sowieso schon zappelige Jugendpublikum (frei ab 6) und mein durch den Film erzeugtes Kopfrheuma zurückzuführen. Sehenswerter und etwas sperriger dritter Teil der Trilogie Naqoyqatsi bildet den letzten Teil in Godfrey Reggios Trilogie. Wie auch schon bei Koyanisqatsi und Powaqqatsi hält er an seinem Konzept fest, nur Bilderfolgen ohne eine konventionelle Handlung mit der Musik des Minimalisten Philip Glass zu verbinden. Während die beiden ersten Teile der Trilogie noch durch atemberaubende Bilder und Naturaufnahmen bestachen und relativ leicht erschließbar waren, handelt es sich bei Naqoyqatsi um den anspruchsvollsten und sperrigsten Teil. Reggio meint zu seinem dritten Film (in einem Interview, das sich auch auf der DVD befindet), dass dieser vermitteln soll, dass wir nicht nur in einer Welt voller Technik leben, sondern dass unsere Welt und unser Leben Technik IST und durch diese bestimmt wird, was er einen totalitären Krieg nennt. Trotz dieser Kritik an Technik, besteht die Machart des Films beinahe gänzlich aus technischen Mitteln: So wird man hier vergeblich nach den eindrucksvollen und schönen Bildern der ersten beiden Teile suchen. Die Bilder des dritten Teils sind durch technische Mittel stark verfremdet, und es kommen zahlreiche Computeranimationen vor. Im Gegensatz zu den Bildern ist Philip Glass' Musik sehr konventionell. Erwähnenswert ist, dass der bekannte Cellist Yo Yo Ma die Solocellostimme spielt. <BR>Meine Empfehlung: Wer die beiden ersten Teile noch nicht kennt, sollte sich zuerst diese anschauen (vor allen Dingen Koyanisqatsi). Wem diese gut gefallen, der dürfte auch Naqoyqatsi mögen. Zudem bietet der dritte Teil noch ca. 60 Minuten langes Bonus-Material, mit einer interessanten Podiums-Diskussion über den Film. Kauf Naqoyqatsi bei Amazon.deoder Alphamusic Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de Kaufen und verkaufen bei ebay.de Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net | ![]() |