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| Kikujiros Sommer Jahr: 1999 Regisseur: - Takeshi Kitano Schauspieler/Schauspielerinnen: - Yusuke Sekiguchi - Kayoko Kishimoto Anspruchsvoll und schonungslos offen Der japanische Regisseur Takeshi Kitano (auch "Beat Takeshi") ist in jedem Fall ein Garant für anspruchsvolle Filme - sowohl als Regisseur als auch nicht zuletzt als Schauspieler (siehe z.B. "Merry Christmas, Mr. Lawrence" an der Seite von David Bowie)<BR>Filme von Takeshi Kitano zeichnen sich immer durch schonungslose Offenheit und unverblümte Bildsprache aus.<BR>So offen (und fast schon selbstverständlich), wie er Gewalt in vielen seiner Filme darstellt, so ungeschminkt und glaubhaft zeigt er hier die Freundschaft und Sympathie zwischen den Hauptfiguren. Kitano zeigt in diesem Film, wie auch wildfremde Menschen, denen man es auf den ersten Blick vielleicht nicht zutraut (siehe die beiden Motorradfahrer), warmherzig Interesse an einem kleinen Jungen zeigen und nicht wie erwartet Desinteresse oder Schroffheit.<BR>Der Film gibt einem auf liebevolle Weise Glauben an die Menschheit. Die eine oder andere Träne wird man sich bei diesem Film nicht verkneifen können! Der Film an sich ist nicht gewalttätig und bedient sich keiner ordinären Sprache, daher ist er auch für Kinder freigegeben.<BR>Die emotionale Tiefe, die sich hinter der an sich knappen Storry und den manchmal endlosen szenen verbirgt, macht den Film aber zu anspruchsvoll, als dass ein Kind ihn vollkommen erfassen könnte.<BR>Alles in allem ein Film, den man gesehen haben muss!<BR>Die erfrischend ungeschminkten Bilder und nicht bis zur Perfektion inszenierten Einstellungen heben auch diesen Kitano-Film von jeglichen "Hollywoodproduktionen" ab. Ich freue mich schon sehr auf die DVD, obwohl eine original japanische Tonspur sicherlich wünschenswert gewesen wäre! Wise, Funny, Sad, Wonderful! Dieses Road-Movie zeigt, wie zwischen zwei grundverschiedenen Charakteren eine innige Freundschaft entsteht. Zu Beginn hasst der Erwachsene den kleinen Jungen, er ist ihm ein Klotz am Bein. Nur kurz wird ihm das Kind sympathisch, als es den Ausgang eines Radrennens richtig voraussagt. Doch als er merkt, dass dies ein Zufallstreffer des Jungen war, und er doch keine hellseherischen Fähigkeiten hat, ist es mit dem Anflug von Nettigkeit vorbei. Masao hat dagegen hauptsächlich Angst vor seinem Reisegefährten. Erst langsam entwickelt sich von beiden Seiten Zuneigung. Vor allem nachdem Masao die Enttäuschung erleben muss und sieht, dass seine Mutter eine neue Familie hat, wird das Verhältnis der beiden inniger. Der Onkel, wie er den älteren - wie in Japan üblich - nennt, versucht ihm darüber hinweg zu helfen, lügt ihm vor, dass seine Mutter weggezogen sei und sie eine andere Familie gesehen hätten, doch Masao weint. Zum ersten Mal bekommt der griesgrämige Onkel richtiges Mitleid mit dem kleinen Jungen. „Kikujiros Sommer" ist ein unglaublich schöner Film, wozu vor allem auch der hervorragende Score (wie gewohnt bei Kitano von Jô Hisaishi) mit seinen sanften Klängen in hohem Maße beiträgt. Der Film berührt tief, stimmt in einzelnen Szenen traurig, ist aber die größte Zeit über lustig. Sowieso zeigt Kitano hier einen für ihn völlig ungewöhnlichen Humor. Sein Charakter ist ein Tollpatsch, der mit grandiosen Slapstickeinlagen im Stile eines Stummfilmkomikers den Zuschauer das ein oder andere Mal zum Lachen bringt. Genauso großartig und für herzhafte Lacher sorgend, ist der Versuch des Onkels, den Jungen aufzumuntern. Gemeinsam mit zwei Bikern und einem herumreisenden Dichter startet er ein großes Unterhaltungsprogramm für den Jungen. Dabei ist der Onkel mehr der Planer und Moderator, die anderen drei müssen seinen Befehlen gehorchen und sich für den Jungen als Indianer oder Außerirdische verkleiden oder Fische spielen, die der Junge angeln kann. Lange Szenen der Glückseligkeit gibt es in diesem Abschnitt, die nur ein einziges Mal unterbrochen werden, als der Onkel in ein nahegelegenes Altersheim geht und seine Mutter „besucht" - eher beobachtet, denn er spricht nicht mit ihr. Zum einzigen Mal erfährt man etwas mehr über den Hintergrund dieses Charakters und warum Masaos „Verlust" seiner Mutter, auch dem Onkel so nahe ging. Wenn man an diesem Film etwas Negatives finden will, dann wohl einzig und allein die deutsche Synchronisation. Vor allem Kitanos Stimme ist dermaßen unpassend, dass man sich - wenn man die Originalstimme von Kitano kennt - im ersten Moment die Ohren zu halten will. Allgemein hat die Synchronisation stark die Tendenz dazu den wunderschönen Film ins Lächerliche zu ziehen. Zum Glüc Kauf Kikujiros Sommer bei Amazon.deoder Alphamusic Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de Kaufen und verkaufen bei ebay.de Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net | ![]() |