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| Geheimnisvolle Erbschaft Jahr: 1946 Klassifikation: Kategorien - Hobby & Freizeit - Film & TV Regisseur: - David Lean Schauspieler/Schauspielerinnen: - Sir John Mills - Valerie Hobson Große Erwartungen... haben sich nicht ganz erfüllt. Als ich durch Zufall auf den Film stieß und ihn mir kaufte (hauptsächlich auch, weil er eine Charles-Dickens- Adaption ist), war ich sehr gespannt. Ich mag eigentlich generell alte Filme, weil sie einfach ein einmaliges Flair besitzen und durch die Weiten der Zeit zu uns dringen (um es mal pathetisch auszudrücken :-)) Zum Inhalt: Der junge Pip hilft eines Tages einem Sträfling und schenkt ihm etwas zu essen. Das vergisst er jedoch bald wieder, als er von der reichen und exzentrischen Miss Hawersham zu sich bestellt wird- als Spielgefährte oder vielmehr Spielzeug für ihre Adoptivtochter Estella. Jahre später ruft plötzlich ein geheimnisvoller Wohltäter Pip nach London und macht ihn zu einem reichen Mann. Doch Pip beginnt, sich zu einem regelrechten Snob zu entwickeln- bis sein gemütliches Leben erschüttert wird. Das von David Lean verfilmte Dickens- Werk bietet viele Ansätze für Spannung und Tiefgang: Da ist die am Leben krankende Miss Haversham, die ihr kaltes Herz auf Estella zu übertragen droht; da ist der alte Sträfling Magwich, der doch auch ein gutes Herz hat; dann ist da der Konflikt zwischen armer Herkunft und Aufstieg. Und größtenteils setzt Lean dies alles sehr stimmungsvoll in Szene. Man muss sich nur ein wenig gewöhnen, den 21jährigen, "alten" Pip von einem 37jährigen Schauspieler (John Mills) verkörpert zu sehen, was gerade zu Beginn ungewohnt bis grotesk wirkt. Lässt man sich aber darauf ein, kann man beobachten, wie Mills eine durchaus interessante Darstellung bietet. Auch Alec Guinness in der Rolle des Herbert Pocket zeigt schon früh, welch außergewöhnliche Leinwandpräsenz er bald entwickeln sollte. So ist in diesem Film von Drama bis Komödie, von Tragödie bis Rührstück vieles enthalten, erfreulicherweise aber meist nicht übertrieben. Die Handlung wirkt leider manchmal etwas oberflächlich, da zusammengerafft- aber man kann sich einen schönen Nachmittag mit dem Film machen und in eine alte Welt eintauchen. Danke dafür! Sehenswert; dürftige Extras Diese David-Lean-Verfilmung gilt als die beste Dickens-Verfilmung schlechthin. Das kann ich leider nicht beurteilen, einen Vergleich mit der mäßigen modernisierten Fassung von Alfonso Cuarón (mit Gwyneth Paltrow) sparen wir uns mal. Die "Geheimnisvolle Erbschaft" von 1946 jedenfalls ist ungemein stimmungsvoll und geschmackvoll ausgestattet und überwiegend gut besetzt. Leider gilt das nicht uneingeschränkt für die beiden erwachsenen Hauptfiguren. John Mills ist eindeutig zu alt für den Part; jugendliche Schwärmerei nimmt man ihm kaum ab. Valerie Hobson ist eine Enttäuschung, vor allem im Kontrast zu der entzückenden (wenn auch immer noch zu alten) jungen Jean Simmons. So springt der Funken im zweiten Teil nicht richtig über; ein aufgesetztes (dem Buch nicht entsprechendes) Happy End hilft hier auch nicht. Außerdem sind die (wenigen) komischen Szenen nicht recht in den Erzählfluß integriert, sie wirken erzwungen. Davon aber abgesehen, gibt es hier großes Kino zu entdecken, mit fabelhafter Schwarz-Weiß-Photographie, interessanten Charakteren und überraschenden Wendungen (wenn man die Vorlage nicht kennt). Herausragend (9/10). Bild- und Tonqualität (nur Orignalton bewertet) der Koch-Media-DVD sind für das Alter des Films wirklich hervorragend. Die Extras sind allerdings dürftig (wenngleich ich die ausführlichen Filminfos in gedruckter Form begrüße). Gar nicht zufrieden bin ich mit der Verpackung, die fast so viel Platz im Schrank einnimmt wie eine VHS-Cassette. Auf die CD-ROM mit "Reclams Filmlexikon", die ich jetzt zweimal besitze (denn "Oliver Twist" liegt sie ebenfalls bei), lege ich keinen Wert, so daß für mich insgesamt der Preis überhöht ist. Frühes Meisterwerk von David Lean "Geheimnisvolle Erbschaft" ist die Verfilmung von Charles Dickens bekanntem Roman "Great Expectations" von 1861 (so auch der englische Originaltitel des Films).<BR>In ärmlichen Verhältnissen wächst der kleine Waise Pip bei seinen Verwandten auf. Eines Tages überrascht ihn auf dem nahen Friedhof ein entflohener Sträfling und befiehlt ihm, eine Feile und Verpflegung herbeizuschaffen. Eingeschüchtert hilft der Junge dem Sträfling. Jahre später teilt ein Advokat aus London Pip mit, dass ihm ein unbekannter Wohltäter ein ahnsehnliches Vermögen überschrieben hat, welches sich aber zunächst nicht positiv auf den Charakter von Pip auswirkt... "Geheimnisvolle Erbschaft" ist eine überaus stimmungsvolle Literaturverfilmung unter der meisterschaften Regie von David Lean (Doktor Schiwago, Lawrence von Arabien, Die Brücke am Kwai). Der Film bietet jede Menge höchst atmosphärischer Bildkompositionen und eine bis in die kleinste Nebenrolle hervorragende Besetzung. Neben John Mills, Valerie Hobson und Alec Guiness kann auch Jean Simmons in einer ihrer ersten Rollen bewundert werden. Nicht umsonst erhielt der Film 1948 zwei Oscars (beste Kamera, beste Ausstattung)und drei weitere Nominierungen (bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch). Die DVD bietet Bild und Ton in guter Qualität. Zwar ist das Bild bisweilen leicht grieselig, aber der Filmgenuss wird dadurch nie beeinträchtigt. Als Bonus gibt es den originalen Kinotrailer, eine Fotogalerie und ein ganz hervorragendes 16-seitiges (!) Booklet mit jeder Menge interessanter Hintergrundinformationen zur Entstehunggeschichte des Films. Das Ganze kommt in einer hübsch gestalteten Box, in der sich noch eine zweite DVD befindet. Auf dieser befindet sich die Vollversion von Reclams elektronischem Filmlexikon. In besserer Qualität wird der Film wohl nie erscheinen. Wer ganz grosses Kino sucht, wird hier fündig. Kaufempfehlung ! Kauf Geheimnisvolle Erbschaft bei Amazon.deoder Alphamusic Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de Kaufen und verkaufen bei ebay.de Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net | ![]() |