Walhello -> Wissensbasis -> Filme -> E -> Eine Ganz Normale Familie




Eine Ganz Normale Familie
Message Board
Nachrichten
Links
Bilder
Multimedia
Lob und Kritik

Eine ganz normale Familie
Jahr: 1980
Klassifikation: Themenwelten - Highlights unter 15 EUR - Komödie & Drama

Regisseur:

- Robert Redford

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Donald Sutherland
- Mary Tyler Moore




Steter Tropfen höhlt den Stein ...

aber in Robert Redfords beachtlicher Regiearbeit ist manchmal ein Tropfen etwas zu viel wenn die Protagonisten sehr häufig in seelischen Schmerz verfallen. Der Film braucht beginnend seiner Laufzeit sehr lange um den Zuschauer für sich zu interessieren. Erst mit der Zeit beginnen wir zu verstehen warum genau der Haussegen schief hängt wenn die schwer zugängliche und merkwürdige unterkühlte Mutter und der scheinbar unbesonnene Vater und der schwermütige Sohn irgendiwe so recht keinen direkten Dialog zueinander haben; geschweige denn dass die Kommunikation untereinander ungehemmt ablaufen würde. Mit der Zeit wird dem Zuschauer offengelegt das Mutter und Vater ihr zweites Kind und der verbliebene Sohn seinen Bruder verloren hat. Wie die Familie damit untereinander umgeht wird in einem gut gelungenen Drehbuch an verscheidenen Beispielen gezeigt, dabei sind die Beteiligten aber nicht so durchlässig wie man vermuten will. Wie aus heiterm Himmel erfährt man das der Sohn einen Therapeuten besucht, dennoch wird im Hause über den Unfall und den Verlust des toten Sohnes nicht miteinander gesprochen. Erwähnungen und Andeutungen sind tabu und brechen eiskalte Stimmung zutage sobald das Thema nur angeschnitten wird. Das alle Familienmitglieder nicht miteinander sondern jeder für sich alleine trauert wird mehr und mehr durchleuchtet. Die Mutter zerbricht innerlich am Verlust ihres geliebten Sohnes welches anhand einer gelungenen Rückblende verdeutlicht wird. Der Bruder findet kein Ventil um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen, vielmehr ergeht er sich in Schuldzuweisungen und in Phasen der Depression schon mal in Selbstmordversuchen. Dabei wird sein Charakter in den Vordergrund gerückt wie sehr seine Instabilität weitere Lebenssituationen beeinträchtigt. Für dieses eindringliche Spiel erhielt Timothy Hutton verdientermaßen den Oscar als besten Nebendarsteller. Die Auseinandersetzung zwischen Vater und Mutter erfährt erst gegen Ende in einem Gespräch statt wenn beide nicht mehr aneinander vorbeigehen können sondern sich mit der Situation die durch die Entfremdung entstanden ist stellen müssen die weitere Konsequenzen für das Zusammenleben fordern. Etwas unglaubwürdig und etwas zu menschelnd wurde der Psychologe eingesetzt der für seinen Patienten zu jeder Zeit und Stunde da ist und zufällig der richtige Gesprächspartner für den Jungen ist auch wenn er sich anfangs aus Mißtrauen gegenüber dem Arzt zu sträuben versucht und gegen Ende in einer seelischen Extremsituation geläutert wird, natürlich mit Hilfe des verständnisvollen Psychologen. Ich denke dieses Konsellation ist ein gut gemeintes Beispiel für das Verhältnis zwischen Arzt und Patient; ist aber dennoch etwas zu weit hergeholt. Ansonsten schwimmt der Film, obgleich ein intens


Wenn eine Familie verbricht

Ich fand den Film sehr schön und realitätsnah. Die schauspielerischen Leistungen sind beeindruckend (vor allem von Mary Tyler Moore).<BR>Zum Inhalt: Eine ganz normale Familie in einer kleinen Stadt in den USA. <BR>Nach einem Selbstmordversuch kommt Conrad, der Sohn, wieder nach Hause, er fühlte sich für den Tod seines älteren Bruders Buck verantwortlich. Seine Mutter haßt ihn, wenn vielleicht auch unbewußt, denn sie gibt ihm die Schuld an dem Tod von Buck, den sie mehr als alles geliebt hat, sein Vater versucht tolerant zu sein, gegenüber seiner Frau und seinen Sohn, die Streiterein zwischen den beiden kann er aber nicht verhindern.<BR>Am Ende ist die Ehe kaputt, doch der Vater hat endlich zugang zu dem Sohn gefunden.<BR>Ein Film mit sehr viel Gefühl. Und es ist erschreckend zuzusehen wie eine Familie Schritt für Schritt auseinanderfällt.


Kitschiges Gefühlskino von Robert Redford

Ich habe mir diesen Film vor kurzem angesehen und kann ihn im Nachhinein nur als kitschig bezeichnen. Trotz meiner Bewunderung für die Regieleistungen Robert Redfords ("Der Pferdeflüsterer", "Die Legende von Bagger Vance"), fällt sein Regiedebüt von 1980 insgesamt zu melodramatisch aus.
Zum Inhalt: Familie Jarret führt ein glückliches Familienleben im gehobenen amerikanischen Mittelstand. Eines Tages kommt der ältere von zwei Söhnen bei einem Segelturn ums Leben. Die ehemalige Familienidylle liegt in Scherben, niemand scheint diesen plötzlichen Tod verkraften zu können. Nachdem der jüngere Sohn Conrad (Timothy Hutton) versucht hat sich das Leben zu nehmen, begibt er sich auf Wunsch seiner Eltern in die Behandlung des Psychiaters Dr. Berger, der im Laufe des Films als einziger einen menschlichen Zugang zu Conrad findet. Die Mutter (Mary Tyler-Moore) versucht den inneren Schmerz über den Verlust ihres Lieblingskindes durch äußerliche Gefasstheit und Gefühlskälte zu überspielen, wodurch sie sich zunehmend von ihrem Mann Calvin (Donald Sutherland) entfremdet. Letztlich zerbricht die Ehe an unüberwindbaren, gegenseitigen Schuldzuweisungen. Vater und Sohn dagegen haben wieder zueinander gefunden und liegen sich in der finalen Szene des Films weinend in den Armen.<BR>Was die schauspielerischen Leistungen anbetrifft, so hat mich einzig Timothy Hutton in der Rolle des zerrissenen Sohnes, der sich die Schuld am Tod seines älteren Bruders gibt, überzeugt. Doch in der Gesamtbetrachtung wirken viele Dialoge des Films zu aufgesetzt und unnatürlich, was vielleicht auch an der damaligen Zeit liegen mag. Auch fiel es mir teilweise schwer gewisse Handlungsweisen einzelner Personen nachvollziehen zu können. So zum Beispiel das nach innen gekehrte Verlustempfinden der Mutter, die mit ihrer fast schon verächtlich wirkenden, abweisenden Art gegenüber dem eigenen Sohn diesen erst zum Selbstmordversuch motiviert. Ein derartiges Verhalten halte ich für unrealistisch. <BR>Insgesamt ein sicherlich einfühlsam inszenierter Film, aber die vielen ins Kitschige abgleitenden Momente nehmen irgendwann überhand. Leider ein zu sentimental geratenes Erstlingswerk von Redford. Aber diese Fehlerhaftigkeit hat er ja bekanntermaßen in späteren Filmen korrigiert.





Kauf Eine Ganz Normale Familie bei Amazon.deoder Alphamusic
Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de
Kaufen und verkaufen bei ebay.de
Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de
Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net

Amazon.com







Such mit Walhello im Internet auf Eine Ganz Normale Familie



Andere Sprachen: English | Nederlands | Suomeksi


© 2000-2005 Walhello.com