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| Ein Sommernachtstraum Jahr: 1999 Regisseur: - Michael Hoffman Schauspieler/Schauspielerinnen: - Kevin Kline - Michelle Pfeiffer kann Kinobesucher zu Shakespeare-Fans machen Hätte Shakespeare das Medium Kino zur Verfügung gehabt, vielleicht hätte er sein Stück ähnlich in Bilder gefasst. Der Film ist ein Augen- und Ohrenschmaus. Das sollte Theater doch sein! Im Original für alle, die gut Englisch können, auf jeden Fall zu empfehlen! (Lesen Sie den Text vorher einmal in der Reclamausgabe englisch-deutsch! Ein paar Verse sind zwar herausgestrichen, aber das tut dem Handlungsablauf und vor allem der Sprache Shakespeares keinen Abbruch.) Kevin Kline (sollte öfter in Shakespeare-Verfilmungen auftreten) und Stanley Tucci sind hervorragend, nur Rupert Everett nuschelt teilweise etwas unverständlich. Normalerweise zählen die "groben Szenen" bei Shakespeare nicht zu meinen Favoriten, aber die Wandlung des Flute (Flaut, der Blasebalgflicker) als Thisby vom ungelenken Handwerker zum Darsteller, der seine Rolle plötzlich wirklich "fühlt", ist ein großartiger Regiestreich. Ein Stück zum Träumen und Genießen. Film gut- Ausstattung nicht vorhanden ...und daraus ergeben sich auch schon die zwei Sterne! Der Film ist eine nette Shakespeare-Umsetzung in wunderschönen Bildern, mit großer Starbesetzung ohne Fehlgriffe, großartiger Ausstattung und durchaus passender Musik. Aber irgendwie fehlt, trotz all dem, ein magischer Glanz( hier spielen Elfen und Zauberwesen die Hauptrollen), das Mitgerissensein- wie man es in den Shakespeareverfilmungen von K.Brannagh findet, so wie in der "Hamlet"-Aufführung in seinem wundervollen "Winternachtstraum/ In the Bleak Midwinter".<BR>Wesentlich unerfreulicher dagegen die fast fehlende technisch-informative Ausstattung der DVD. Man kann ja schon froh sein, daß es eine englische Tonspur gibt- bei vielen anderen Filmen, die nicht so das ganz, ganz große Publikum ansprechen ("Viel Lärm um Nichts" oder "Muriel`s Hochzeit") wurde dies ja einfach mal vergessen- vom Umschalten während des Filmes von einer Sprache zur anderen kann keine Rede sein, und zum Ende fängt die Musik auch noch an zu Leiern. Sehr schade! Denn zum Shakespeare-Kennenlernen ist dieser Film gut geeignet.<BR>Im Vergleich mit anderen, wohl kommerziell einträglicheren- wenn qualitativ auch durchaus hochwertigen- Werken, ein weiterer Beleg für den lieblosen Umgang der DVD-produzierenden Branche mit einigen Filmen. Einfach Zauberhaft! Um es kurz zu sagen, dieser Film konkurriert bei mir mit Kenneth Brannaghs "Viel Lärm um Nichts" um die beste Shakespeare-Verfilmung, die ich bisher gesehen habe, und vertreibt Brannaghs Henry V auf den dritten Platz.<BR>Von Michael Hoffman sollte man ganz klar nach weiteren Klassiker-Verfilmungen Ausschau halten. Die Handlung hat er vom antiken Griechenland, wie es sich das elisabethanische England vorstellt, in das Italien zu Beginn des 19. Jahrhunderts versetzt; untermalt ist alles von Felix Mendelssohn Bartholdys "Ein Sommernachtstraum".<BR>Bei der Darstellung der Elfen setzt Hoffman dezente Spezialeffekte ein, die dem ganzen Film etwas traumähnliches geben und sehr gut passen.<BR>Aber ein Film mit den besten Spezialeffekten taugt natürlich nichts, wenn nicht die Schauspieler - alle Schauspieler - gut sind. Und gut sind sie auch alle! Meiner Meinung nach wird ihnen aber ein Unrecht getan dadurch, daß immer nur Kevin Kline und Michelle Pfeiffer mit diesem Film genannt werden. Kevin Kline und Roger Rees schaffen es sehr gut, die elisabethanisch stark überzeichneten Rüpel würdevoll und tiefgründig zu spielen - mein Kritikpunkt an "Viel Lärm um nichts", bei dem mir die Gerichtsdiener doch arg überzeichnet waren.<BR>Rupert Everett (Oberon), Stanley Tucci (Puck) und die anderen Elfen spielen ihre Rollen einfach zauberhaft, anders kann man's nicht ausdrücken. So habe ich mir diese Charaktere auch immer vorgestellt.<BR>Calista Flockhart (Helena), Anna Friel (Hermia), Christian Bale (Demetrius) und Dominic West (Lysander) sind als die Liebenden die eigentlichen Hauptdarsteller dieses Films. Auch hier werden die Irrungen und Wirrungen der Verwechslungen von ihnen niemals mit der von amerikanischen Verwechslungskomödien gewohnten Peinlichkeit gespielt; vor allem Calista Flockhart bringt ihre Rolle einfach phantastisch rüber.<BR>Um ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen: Man merkt David Strathairn als Theseus Herzog von Athen und Sophie Marceau als Hippolyta, seine Verlobte, sowie ausnahmslos allen Anderen, die hier mitgewirkt haben, die Liebe und das Engagement an, das sie in dieses Stück eingebracht haben. Wenn ich jetzt begeistert klinge, dann entspricht das auch genau meinen Gefühlen zu diesem Film. Der perfekteste Film wiederum kann einem auch vergällt werden, wenn die DVD schlecht ist - passiert z.B. bei Brannaghs "Viel Lärm um Nichts". Hier braucht man allerdings keine Angst zu haben - die DVD bietet zwar keine Specials (Kurzbiographien der Schauspieler habe ich sehr schmerzlich vermißt), aber es sind sowohl eine Englische Tonspur, als auch englische und deutsche Untertitel vorhanden. Den einen Stern, den die DVD bei mir verloren hat, hat sie aber leider auch hier eingebüßt: Während des Films kann man weder Kauf Ein Sommernachtstraum bei Amazon.deoder Alphamusic Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de Kaufen und verkaufen bei ebay.de Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net | ![]() |