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Dogville
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Nicole Kidman
Lars Von Trier
Lauren Bacall
Paul Bettany
Dogville
Jahr: 2003
Klassifikation: Drama
Land: USA

Regisseur:

- Lars Von Thrier

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Paul Bettany
- Nicole Kidman
- James Caan
- Lars Von Trier
- Lauren Bacall




Ein Film zum einflößen.

Nicole Kidmann brilliert wieder. Zunächst erschien mir der Film langweilig, und wäre ich nicht im Kino, hätte ich ihn nicht in einem Zug angeschaut (ca. 3 Stunden). <BR>Als ich das Kino verließ war ich froh, dass wir nicht vorher gingen. Die Atmosphäre des Film hauchte ich erst nach der Hälfte vollständig ein. <BR>Man muss sich von den Bilder und der Story tragen lassen, sonst erschliesst sich der Tiefgang nicht. Stunden nach dem Film konnte ich erst mit meiner Frau darüber reden, vorher fehlten mir schlicht weg die Worte. Und wir redeten ausgiebig. <BR>Ich verstehe es, wenn manche Zuschauer enttäuscht waren. Sie haben den Film nicht kapiert. <BR>Im Theater gibt es auch Kulissen, sind Theaterstücke deswegen grundsätzlich schlecht? In einer monumentalen Weise lehrt der Film doch ein Dogma. Manche von uns haben diese Erfahrungen auch im Leben gemacht. <BR>Wer es nicht gespürt, nicht gesehen und nicht geschnallt hat, hat 3 Stunden verschenkt. <BR>Ein Film Abseits des Mainstream, erste Klasse!!!


Irritation pur

Mal sehen, ob DOGVILLE auf dem Fernseher so wirken kann wie im Kino. Es ist mehr ein Theaterstück als ein Film und braucht den Raum des kompletten Sichtwinkels (genial die Choreographie der Stadt von oben). Ein philosophisches Meisterwerk und kein thriller, wie die Videofachpresse falsch tituliert. Man kommt benommen aus dem Film und hat es schwer die Vielschichtigkeit mental Revue passieren zu lassen. Einer der wenigen Filme, die mich sprachlos nach dem Aufstehen vom Sitz werden ließen.
Deftige Angriffe auf Moral, Ethik und Selbstlosigkeit. Unangenehmes Verstehen von Dynamik isolierter Gruppen (z.B. Guantanamo). Jeder darf sein eigenes Geben und Zurückbekommen wollen, die Fragwürdigkeit des Pazifismus und die unvermeidbare Reaktion Gewalt produziert immer Gewalt für sich reflektieren.<BR>Eine schwere Kost mit schauspielerischer glanzvoller Leichtigkeit (ich hatte Nicole Kidman bisher nie so toll gefunden) und einem unglaublichen Erzähler (episches Theater par exellance).<BR>Der Film ist ein Erlebnis, dem man sich zu stellen wahrscheinlich nicht in jeder Tagesform möglich ist.<BR>Mal sehen, ob das Stück verdient noch auf großen deutschen Schauspielbühnen auftaucht?


'Der Mensch' betrachtet durch einen emotionslosen Computer

Das Lars von Trier spröde und anstrengende Filme macht ist wohl spätestens seit "Dancer in the Dark" bekannt, war doch der Film auf große internationale Resonanz gestoßen und hatte sogar eine Oscarnominierung in Sachen Original Score erhalten. Was uns aber Herr von Trier bei "Dogville" anbietet, wirkt auf den ersten Blick äußerst unverschähmt, wenn nicht sogar (im wahrsten Sinne des Wortes) unmenschlich: <BR>Ungeschminkte Schauspieler werden von wackeligen Kameras begleitet und spielen auf einer Theaterbühne mit aufgemalter Kulisse ein dreistündiges Drama, das so kalt wie ein sibirischer Winter und so trocken wie ein verbrannter Knochen ist. Wirkt der Film doch stellenweise so kühl berechnend und analytisch wie ein Taschenrechner denn ein mit Menschen gedrehter Kinofilm. <BR>Doch dann langsam, sehr langsam entwickelt sich beim Sehen der erlebten Greuel der Heldin eine derart große emotionale Bindung, dass man der fatalen und grausamen Entscheidung von ihr am Ende des Films nur mit rationaler Konsequenz zustimmen kann. <BR>Dieser Verdienst gebührt nicht nur der grandiosen Nicole Kidman, die mit "Dogville" ihr persönliches Meisterwerk abgeliefert hat, sondern auch allen anderen Darstellern, die wohl befreit von der nicht vorhandenen Kulisse und dem sonst so üblichen Filmbombast eine solche Authentizität abliefern, dass man alle gezeigten Persönlichkeiten so oder so in der realen Welt wiederfinden kann. Die Entwicklung der Heldin von der verletzlichen, schönen Fremden zur grausamen, machtausübenden Gangsterbraut wirkt da genauso echt, wie jede einzelne extreme Verwandlung der Dorfbewohner. <BR>Lars von Trier hat es mit "Dogville" tatsächlich geschafft und ein Meisterwerk über die wahre 'Menschlichkeit' gedreht ohne sie hinter Fassaden zu verstecken und mit Make-up zu kaschieren. <BR>Danke Herr von Trier...





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