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Die Versuchung Des Padre Amaro
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Lob und Kritik

Die Versuchung des Padre Amaro
Jahr: 2002

Regisseur:

- Carlos Carrera

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Gael García Bernal
- Sancho Gracia




Leben, Liebe und Moral in einem hervorragenden Film

Der Titel "Die Versuchung des Padre Amaro" wirkt wie der Titel zu einer Heiligenlegende und wenn diese Wirkung angedacht war, dann nur in ironischer Form, handelt es sich doch um eine Geschichte, die gerade das "Unheilige" hervorheben will. Denn dieser Padre Amaro, der zu Beginn des Films jung und unschuldig wirkt und durch sein blendendes Äußeres und seine gewinnende Art sehr gut bei den Menschen ankommt, hat scheinbar alles, was zum Heiligsein nötig ist - nur der feste Wille und ein Glaube, der auch in der Not Grenzen überwindet, fehlt ihm. <BR>So zeichnet der Film am Beispiel des modernen Mexikos ein Bild der Doppelmoral und des Opportunismus. Aber nur weil es um das Schlechte in unserer heutigen Welt geht, ist der Film keinesfalls schlecht. Ganz im Gegenteil macht die hervorragende Art und Weise, wie der Film erzählt ist, es dem Betrachter fast unmöglich zu sagen, wer genau die Bösen und wer die Guten sind. Dieser Offenheit und Pluralität entspricht auch der Charakter der Geschichte: Es ist sowohl ein Film über Doppelmoral innerhalb des Klerus der Kartholischen Kirche, als auch ein Film über die Korruption der Politik durch das organisierte Verbrechen. Es ist sowohl eine tragische Liebesgeschichte, als auch ein Kaleidoskop des Schicksals verschiedener Menschen, deren Wege sich kreuzen.<BR>Mag die Lüge angeprangert werden, so bleibt der Film (abgesehen von einigen übertriebenen, weil überflüssigen kurzen Szenen des Hostienfrevels) doch immer ehrlich. Die Menschen werden nicht verurteilt, sondern der Zuschauer muss selbst urteilen. Das mag zuweilen anstrengend sein, aber es ist allemal lohnenswert.<BR>Wer die Auseinandersetzung mit einem ausgezeichnet gemachten und hervorragend gespielten Film nicht scheut, der muss "Die Versuchung des Padre Amaro" sich anschauen. Empfehlenswert!


Unglaubliche Doppelmoral!

Wahrscheinlich war dieser Film nicht sarkastisch gedacht, aber so kommt er nun mal rüber. Ich bin empört über die Doppelmoral dieser Geschichte:
Katholischer Priester in Mexiko schwängert junge Frau, gibt ihr die alleinige Schuld daran, lässt sie im Stich, zwingt sie - u.a. mittels Schläge - zur illegalen Abtreibung, woran die junge Frau verblutet, schiebt die Schwangerschaft im Nachhinein einem anderen Mann in die Schuhe, und kommt damit auch noch ungeschoren davon - sozusagen ein 'Happy End' für IHN.
Nachdem ich die DVD angeschaut hatte, warf ich sie gleich in den Abfalleimer.


Abgedroschenes Thema - langweiliger Film

Ich fand den Film äußerst langweilig und konnte nur mit größter Disziplin bis zum Ende durchhalten.
Das Thema "Priester verliebt sich" ist so abgedroschen, dass man es nicht mehr hören kann. Die Geliebte wird schwanger - wer hätte das gedacht. Mit dieser völlig unerwarteten Wendung hätte natürlich niemand gerechnet. Aber der Padre steht dann gar nicht zu Frau und Kind, sondern will Priester bleiben - wer hätte das gedacht?
Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich mit Korruption und Drogenhandel, aber auch zu diesem Thema trägt der Film nichts Neues bei.





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