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Die Akte Jane
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Lob und Kritik

Die Akte Jane
Jahr: 1997
Klassifikation: Regisseure - Scott, Ridley

Regisseur:

- Ridley Scott

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Demi Moore
- Viggo Mortensen




Sehr unterhaltsam

Dieser Film von Regisseur Ridley Scott hat wirklich alles was ein spannender und unterhaltsamer Film braucht: Eine attraktive Hauptdarstellerin, eine gut durchdachte und realistisch anmutende politische Intrige und jede Menge Action. Klar also, daß dieser Film ein Erfolg werden mußte. Dieser Film gehört sicherlich nicht zur Klasse der Kultur, die man als gebildeter Mensch unbedingt gesehen haben muß, aber er bietet - aus Sicht Hollywood's - einen äußerst interessanten Einblick in das Leben und die Ausbildung der amerikanischen Elitetruppe der S.E.A.L.'s. Es stellt sich unwillkürlich die Frage, warum Menschen so etwas mit sich machen bzw. machen lassen. Und der Film gibt sogar eine Antwort: "Weil ich davon einen Steifen bekomme". Aus dem Mund der Hauptdarstellerin Demi Moore eine sicherlich interessante Aussage. Besonders beeindruckend war natürlich die Sprache und die Beschimpfungen der Ausbilder. Die brutal sexistischen Beleidigungen sind fast identisch mit denen des Films "Full Metal Jacket" und man findet sie auch in dem Film "Ein Offizier und Gentleman" wieder, wobei die Akte Jane die spannendere Handlung aufweist. Ich kann diesen Film jedem nur an einem verregnetem Sommerabend empfehlen. Einfach und gut gemacht. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>"Amazon.de Campus"</b>-Studentenrezension.)</font>


Eine Frage der Emanzipation?

Ein Film voller Klischees und trotzdem gelungen. So würde ich G.I Jane (Die Akte Jane) in einem Satz beschreiben.<BR>Die Grundstory ist so einfach wie Publimumsträchtig: Eine Senatorin (Anne Bancroft) will ein Exempel statuieren und setzt alles daran eine Frau bei den Seals unterzubringen. Es werden verschiedene Frauen zur Auswahl vorgelegt und die Wahl fällt auf Jordan (Demi Moore). Sie zieht ins Ausbildungslager und sieht sich zumeist offener Feindschaft gegenüber, die sich ganz verschieden äussert. Von "Kollegen" wird sie geschnitten und behindert, von Vorgesetzten zur Aussenseiterin gemacht. <BR>Aber selbstverständlich trotzt sie allen Widrigkeiten, bis die Senatorin ihren scheinheiligen Kampf der Emanzipation für ihre Karriere ohne zu zögern opfert. Jane sieht sich jetzt einem anderen ungleichen Kampf ausgesetzt-zu erreichen wieder ins Camp zurückzudürfen. Und am Ende ist Jane die gefeierte Heldin, als sie in einem Einsatz, ihr Leben riskierend, ein anderes Leben rettet.
Soviel zur Story.<BR>Ridley Scott schafft es nicht die Klischees soweit aufzuarbeiten, dass man ein Meisterwerk zu sehen bekommt.<BR>Vielmehr trägt sich der Film durch die schauspielerische Umsetzung. Anne Bancroft spielt die Karrieregeile Senatorin so überzeugend, dass der billige Plot fast in Vergessenheit gerät. Demi Moore spielt die toughe Soldatin, die trotz allem eben doch eine Frau ist, mit genau der richtigen Mischung aus trotzigem Willen (mit hartem Training etc.) und Gefühl.<BR>Gut dass dieser Film wieder ohne Umwege in Deutschland zu erhalten ist.


Hammerhart!

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass es schon ziemlich krass ist, was Demi Moore da leisten musste. Oftmals ist es bei Army-Filmen so, dass die Darsteller für einige Zeit in ein richtiges Army Camp ziehen, um den Alltag kennen zu lernen, und auch am richtigen Training teilzunehmen. Wenn das bei „Die Akte Jane" im Vorfeld auch der Fall war, dann kann ich wirklich nur sagen - Hut ab vor dieser Frau! Auch im Film bringt sie es sehr glaubhaft rüber, dass eine Frau durchaus dem knallharten Programm der Seals standhalten kann. Und gerade diese Truppe ist für ihre erbarmungslose Ausbildung berüchtigt. Nichts desto trotz möchte Jordan die Chance nutzen, die ihr geboten wird, und an der Ausbildung teilnehmen (als einzige Frau wohlgemerkt!). Anfangs wird sie von ihrem Kameraden fertig gemacht und ignoriert, die Vorgesetzten werfen mit sexistischen Bemerkungen um sich, aber bald verschafft sie sich durch ihre Ausdauer und ihren eisernen Willen den erhofften Respekt. Und dann stellt sich heraus, dass alles nur eine Art politischer PR-Gag war.
Wie gesagt finde ich es absolut klasse, was Demi Moore für diesen Film geleistet hat. Endlich durfte sie sich auch mal austoben, und konnte zeigen, dass mehr in ihr steckt als eine sexy Frau, die Männer mit ihrem Augenaufschlag um den Finger wickelt. Hier durfte sie mal so richtig ackern. Und das finde ich wirklich spitze. Der Film wurde ziemlich unterbewertet. Natürlich ist er kein Meisterwerk, und setzt ganz gewiss keine Maßstäbe, aber trotzdem ist es ein Film, den man gesehen haben sollte. Und sei es nur drum, Demi Moore mal ohne Haare zu sehen ;-)<BR>Aber mal im Ernst - dieser Film ist durchaus empfehlenswert, er schockt durch seine Härte und Kompromisslosigkeit, und es schockt ebenfalls, dass alle Klischees, die es in diesem Bereich gibt, derart glaubwürdig dargestellt werden, dass man sich sicher ist, dass diese Klischees doch zutreffen. Ich für meinen Teil war schwer beeindruckt von diesem Film und von Demi Moores Leistung (sowohl schauspielerisch als auch körperlich!!), und kann ihn nur wärmstens weiter empfehlen. Und für die letzten Zweifler vielleicht als Anreiz: wer Viggo Mortensen a.k.a. Aragorn aus „Herr der Ringe" schon immer mal als (zunächst) fiesen, knallharten und sexistischen Ausbilder sehen wollte, ist hier genau richtig! Absolut top!





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