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Chicago
Jahr: 2002

Regisseur:

- Rob Marshall

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Lucy Liu
- Catherine Zeta-Jones
- Richard Gere




zurecht bester film des jahres!

was fuer ein film! ein film, den ich bisher nur in englisch gesehen habe und vielleicht auch gar nicht in deutsch sehen will!
velma, ein glamoroeses showgirl in chicago, welches schwester und freund umbringt und in den knast kommt. roxie, unscheinbar mit dem drang ein star zu werden und ebenfalls wegen mordes im knast! beide treffen sich. die geschichte nimmt ihren lauf, neid und rivalitaet bleiben nicht aus! zum schluss stehen sie zusammen auf der buehne und sind ganz oben angekommen!
singende schauspieler, da kann man denken, ah wieder so ein klaeglicher versuch. hier braucht man das nicht! die stimmen sind umwerfend! nicht haette ich fuer moeglich gehalten, dass eine rene zellweger so singen kann. bei catherine zeta jones war das eher zu erwarten, weil sie ja aus dieser branche urspruenglich kommt. aber auch ihre stimme hat mich begeistert und der oft gescholltene richard gere (auch bei ihm waere eine oscarnominierung mehr als verdient gewesen!) zeigt ebenfalls was er kann. hinzu kommt im englischen der wortwitz der im deutschen vielleicht gar nicht so herauskommt, aber die dvd bietet ja beides!
dieser film hat es verdient bester film des jahres geworden zu sein!


Was für ein Film!!!

Ich habe den Film bereits vier mal gesehen und ein fünftes Mal ist nicht ausgeschlossen, denn ich kann den DVD-Start nur schwer abwarten. Dieser Streifen ist wahrhaftig ein Meisterwerk von der Besetzung bis zur Umsetzung. Es ist faszinierend, wie Gesangseinlagen mit der Handlung verknüpft werden, Parallelen und Übergänge so geschaffen werden. Die Musik ist wunderbar und daher auch der Kauf des Soundtracks sehr zu empfehlen. Catherine Zeta-Jones hat ihren Oscar mehr als verdient. Ihre Stimme ist dunkel, rauchig und passt einfach perfekt zu den performten Stücken. Aber auch Renee Zellweger hat in diesem Film überrascht. Erst einmal durch ihre schöne Stimme und dann überzeugt sie als etwas ordinäre Straßengöre, die alles tut, um ein Star zu werden. Zu diesem tollen Gesangsangebot kommt, dass der Film etwas für das Auge ist. Die Gesangs- und Tanzeinlagen sind wunderbar inszeniert, sodass man sich kaum in seinem Kinositz halten kann, sondern am liebsten aufstehen würde, um mitzutanzen. Besonders beeindruckend sind die Details. Jede Bewegung, jeder Augenaufschlag unterstützt die Musik und deren Rhythmus. Die Krönung des Ganzen ist die sarkastische und satirische Handlung des Films. Hier geht es nicht um Slapstick oder offensichtliche Witze, die die Protagonisten reißen, sondern der Humor entsteht allein aus der Situation und oft aus den Charakterzügen der Hauptpersonen. Denn gerade diese sind bezeichnend für den Film. Gierig, ruhmsüchtig, gewissenlos, geldgeil, korrupt, anstandslos, egoistisch und dreist, nur ein um paar zu nennen. <BR>Insgesamt würde ich diesem Film auch 10 Sterne geben, wenn das möglich wäre. Allerdings ist einzuräumen, dass man zum einen für den Musikstil offen sein muss und zum anderen auch für den speziellen Humor des Films. Findet man an diesen für den Film essentiellen Dingen keinen Gefallen, dann wird einen wohl auch der Film an sich kalt lassen.


Durchweg gelungener Film

Wenn man sich hier die Rezensionen durchsieht, kann man erkennen, dass es zwei Lager gibt: Viele geben dem Film fünf Sterne, viele nur einen. An was liegt das?<BR>Ich denke zum einen an dem Genre dieses Films: Ein Musical im Kino - das muss man nicht unbedingt mögen.<BR>Allerdings kann ich überhaupt nicht verstehen, wie man darauf kommen kann, die Darsteller hätten kein Talent, könnten nicht singen und nicht tanzen. Jede Rolle in diesem Musical ist perfekt besetzt - angefangen von der naiven Roxie Heart (R. Zellweger), der verruchten Velma Kelly (C. Zeta-Jones) und dem durchtriebenen Anwalt Larry Flint (R. Gere). Es ist unübersehbar, dass die beiden letzteren ihre Karriere beim Musical begonnen: die Tanzszenen mit Zeta-Jones sind eine wahre Freude, und Gere kann auch völlig in seiner Rolle überzeugen. Dass man im Film natürlich auch den Schnitt als künstlerisches Mittel perfekt mit einsetzt, macht wirklich Freude. Gerade die Übergänge zwischen Realität und Roxies Traumwelt sind perfekt umgesetzt.
Einen Haken hat die ganze Geschichte trotzdem: Die Geschichte wirkt in der Tat konstruiert. Dies hat aber schon mit der Vorlage zu diesem Filmmusical zu tun. Dieses Theaterstück wurde in den dreißiger Jahren von einer Chicagoer Reporterin als eine Satire auf die damalige Gesellschaft geschrieben - und letztendlich ist der Film auch heute noch eine Parodie auf alle Staaten, in denen die Justiz lediglich die Bühne liefert für ein Theaterstück der besonderen Art.<BR>Versteht man die Handlung also als satirisches Element, braucht man sich auch an ihr nicht mehr zu stören - für mich steht fest: Chicago hat fünf Sterne verdient!





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