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Big Fish
Jahr: 2003

Regisseur:

- Tim Burton

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Ewan McGregor
- Albert Finney




Ein phantastischer Film

Oft geht es gründlich daneben, wenn eine Geschichte erzählt wird, in der sich die Handlung mit vielen Rückblicken vermischt...doch nicht in diesem Fall. Und es spricht umso mehr für einen Film, wenn der Zuschauer nicht nur gebannt auf das Ende schielt, sondern mitfühlen kann mit allem, was die Personen erleben. Ob man herzlich lachen kann, wenn sich zum Beispiel Dinge aufklären, die man zuvor nur in Andeutungen gesehen hat, oder ob man Tränen der Rührung in den Augen hat: zu jedem Zeitpunkt war ich begeistert. In der Tat kein alltäglicher Film, sondern etwas Besonderes, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe; wenn ich Kritik üben müsste, dann die, dass er noch viel länger hätte gehen können. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!


Der Zauber der ein Leben zu Legende macht

Tim Burton gilt als Exentriker aber auch als Visionär im gleichen Maße. Mit Big Fish bringt er nun seinen gefühlvollsten Film heraus. <BR>Das gesamte Werk ist weit freundlicher und heller als bespielsweise "Edward mit den Scherenhänden" oder seine beiden Batman Filme. Doch auch das freundliche Terrain beherrscht er perfekt.
Der Film erzählt die Geschichte eines Sohns, der sich mit der Vergangenheit seines Vaters auseinandersetzt. Als Kind erzählt ihm sein Vater allerhand abenteuerliche Geschichte aus seinem Leben. Auf der Suche nach der Wahrheit findet er heraus, dass die Wahrheit weit weniger wichtig ist, als er glaubte.
Der zauberhafte BIlderregen weiß einfach zu begeistern. Das Augen geht einem fast über bei all diesem großartigen Momenten. Tim Burton hat einen Film fürs Herz geschaffen. Dabei half ihm allerding eine großartige Besetzung. Vorallem Hauptdarsteller Ewan McGregor ist die Rolle wie auf den Leib geschnitten. Er spielt dermaßen brilliant und weiß durch seine starke Mimik die Emotionen des Films noch zu verstärken. Starke Leistung.
Es ist Burtons bester Film. Bei Mainstream-Produktionen wie "Die Rückkehr des Königs", "Master an Commander", oder "Cold Mountain" bleibt bei den Oscars leider kein Platz mehr, um die wirklich großen Filme zu würdigen. Ich lasse mich lieber von der Fantasie und den Emotionen dieses Film bezaubern und sinke ganz tief in den Sessel.
Was ist Wahrheit? Was macht ein Leben aus? Es sind die Menschen die uns am Herzen liegen und mit denen wir unser Leben teilen? Täglich tragen wir Masken und müssen uns der Norm einer Gesellschaft anpassen ,die nicht weiß, wohin ihr Weg gehen wird.<BR>Ein Leben wie in Big Fish ist nicht möglich, das wissen wir. <BR>Aber den Traum daran leben zu lassen, das geht.<BR>Dafür ist das Kino da. Den Zuschauer in eine Welt versinken zu lassen und dem Alltag zu entfliehen. Doch Big Fish schafft noch weit mehr. Das Abenteuer geht in unseren Köpfen weiter. Wir lassen uns nicht nur zwei Stunden lang berieseln und damit ist es gut. Wir nehmen etwas mit. Der Film hat Tiefgang. Jeder findet sich selbst wieder, und nimmt auch etwas für sich mit.<BR>Das ist Kino, wie es sein sollte. Das ist ein Abenteuer, so großartig wie das Leben selbst.


Tim Burtons Hommage an die Phantasie

Die Geschichten, die der alternde und liebenswürdige Edward Bloom aus seinem Leben erzählt, bewegen sich immer irgendwo zwischen Wahrheit und seiner blühenden Phantasie, und haben immer eines gemeinsam. Sie sind spannend, märchenhaft, und haben stets ein überraschendes Ende. Sein Sohn Will kann über diese Geschichten schon lange nichtmehr lachen, für ihn sind sie Lügenmärchen und sein Vater ist ihm mit den Jahren fremd geworden und ein Rätsel geblieben. Am Ende jedoch ist er es, der seinem Vater sein letztes großes Abenteuer erzählt, denn er merkt, dass nicht nur viel Wahres, sondern vor allem viel Ehrliches in den kautzigen Märchen seines Vaters liegt. Seine ehrlichen Gefühle und seine ehrliche Liebe für seine Frau und seinen Sohn.
Tim Burtons bildgewaltiges Meisterwerk besticht durch ein phantastisches Drehbuch, was vor Ideen nur so strotzt, und dennoch ein ruhiges und unaufgeregtes Tempo geht, in der man sehr schnell den "Big Fish" Edward Bloom, jeweils meisterhaft in Szene gesetzt von Albert Finney (im Alter) und Ewan McGregor (als junger Mann), kennen und lieben lernt. Auch Jessica Lange als junggebliebene Mrs. Bloom macht eine tolle Figur. Ausstattung und Atmosphäre tragen eindeutig die Handschrift Burtons; in manchen Szenen fühlt man sich zurückversetzt in die Stadt von einem früheren Edward, dem mit den Scherenhänden. Mit warmen Licht eingefangene, üppige Aufnahmen werden unterlegt von der maßgeschneiderten Musik Danny Elfmans und die ebenso maßvoll eingesetzten, animierten Szenen wirken perfekt integriert, und so erscheint der Film wie aus einem Guss, wie ein großes Gemälde, an dem man sich kaum sattsehen und in dem man immer etwas Neues entdecken kann.
Ist Phantasie etwas, aus dem man rauswächst wie aus einem Paar Schuhe? Sind Märchen Lügen, und die die sie erfinden, Lügner? Oder würzen Übertreibung und Vorstellungskraft nicht vielmehr die Wahrheit, und machen sie liebenswürdig und lebenswert? Diese Fragen beantwortet Tim Burton mit einer Hommage an die Phantasie und das Leben. Ein Film, den man nicht verpassen darf.





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