Walhello -> Wissensbasis -> Filme -> B -> Barry Lyndon






Barry Lyndon
Message Board
Nachrichten
Links
Bilder
Multimedia
Lob und Kritik

Barry Lyndon
Jahr: 1975
Klassifikation: Regisseure - Kubrick, Stanley

Regisseur:

- Stanley Kubrick

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Ryan O'Neal
- Marisa Berenson




Ein Geniestreich

Barry Lyndon war ein Flop-leider, aber damals waren historische Stoffe einfach out.Wer hätte eine solche Geschichte anders angemessen verfilmen können,ohne daß unerträglicher Kitsch daraus wird, als Kubrick? Was immer er verarbeitete- es wurde perfekt. Ich kenne tausende Filme, aber keinen mit solchen Bildern und Farben wie Barry Lyndon! Dazu kommt, daß die Geschichte vom Aufstieg und Fall- ein typischer Zweiteiler,Kubricks Spezialität- spannend ist. Und endlich, die Filmmusik. auch wenn sie historisch nicht ganz stimmt, Herr Schubert, der zum Einsatz kommt, war zur Zeit von Lyndon noch nicht geboren, ist diese Musik überaus stimmig-sie rundet den Gang ins 18te Jahrhundert ab.Kürzer: ein Meisterwerk aber: Warnung ! Nicht im Fernsehen sehen ! Dafür ist der Film nicht gemacht und es wird viel von der Wirkung verlorengehen. Mindestens einen Beamer muß man haben, um Kubrick genießen zu können- 2,50 mal 2,50 m.


Der beste Film dieses Genre's

Obwohl ich mich zu denen zähle, die sich von Kubrick-Filmen grundsätzlich angesprochen fühlten, konnte ich mich über eine längere Zeit hin nicht dazu entschließen diese DVD zu kaufen. Denn, zum einen interessiert mich die Epoche nicht sonderlich, in welcher die Handlung sich abspielt, und zum anderen bin ich kein Fan von Kostümfilmen. Die haben mich meist ziemlich enttäuscht.<BR>Der Vollständigkeit halber kaufte ich mir die DVD dann aber doch irgendwann und ich war - nicht anders zu nennen - äußerst positiv überrascht, um nicht zu sagen: begeistert. Daß mich ein Film dieses Genres mal beeindrucken könnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich hab den Film (unbedingt mit Originalton)<BR>seither mehrmals gesehen und könnte ihn mir noch öfter ansehen.
Handlung im Groben:<BR>Ryan O'Neal (besser bekannt durch den Film "Love Story") als Redmond Barry, spielt einen aus armen Verhältnissen stammenden, einfachen irischen Burschen, der es über merkwürdige Umwege schafft, sich in den englischen Adel des 18. Jh. einzuheiraten. Der Verlauf der Handlung ist, wie immer bei Kubrick, unvorhersehbar. Die Spannung wird schließlich auch durch das Aufeinanderprallen von Adel und Bauernstand erzeugt. Aber wiedereinmal ist es Kubrick gelungen zu verhindern, daß man sich als Betrachter einfach mit einer offensichtlich guten Figur, die gegen eine böse kämft, identifiziert, um damit das alberne Hollywood-Klischee "Gut kämpft gegen Böse" weiter zu bedienen.
Die Klasse des Films wurde v.a. erzeugt durch die hervorragende Umsetzung des Stoffs in einen Film; durch das hervorragende Zusammenspiel von Bild, Handlung, Text, Musik und deren Untergruppen (Darstellung, Choreographie, Schnitt, etc.). <BR>Z.B. großartige Kameraeinstellungen. Schöne Barock/Rokoko/Frühromantik-Musik. Subtil-spannende Handlung durch Verzicht auf unnötige, eher störende "action". Tolles Drehbuch, etc.
Ein Film für Anspruchsvollere, Beschauliche und Unabgestumpfte.


Das Leben als Episodengeschichte

In drei Stunden Film fasste Stanley Kubrick etwa 20 Jahre aus dem Leben der Romanfigur Redmond Barry zusammen. Drei Stunden, die dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangen, ihn dafür aber mit einer künstlerischen Gesamtkomposition aus Musik, Bild und Geschichte mehr als entschädigen.
Redmond Barry war ein irischer Bauernjunge, der als junger Mann von zu Hause wegzog und sein Glück in der weiten Welt versuchte. Über Umwege in der britischen und in der preußischen Armee landete er schließlich im englischen Hochadel. Nach der Hochzeit mit der vornehmen Lady Lyndon und der Geburt seines Sohnes schien er alles erreicht zu haben, was ein Mensch auf dieser Welt erreichen kann. Doch auf den Aufstieg folgte der tiefe Fall...
Erneut liefert uns Stanley Kubrick eine außergewöhnliche, weil einzigartige Erzählform: Der Zuschauer betrachtet die Ereignisse aus einer quasi-göttlichen Perspektive. Alles ist Vergangenheit, alles ist bereits geschehen. Viele Kameraeinstellungen wirken fast bewegungslos wie historische Gemälde.
Eine Identifikation mit den Darstellern ist kaum möglich. Barry bleibt den Zuschauern fremd. Seine Situation wird von einer unsichtbaren Erzählerstimme kommentiert. Er ist kein Held der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Er ist weder gut noch böse. Er strebt nach Luxus und gesellschaftlicher Anerkennung und verschwindet doch in der Bedeutungslosigkeit. Verstärkt wird dies durch die eindringlichen Zeilen des Epilogs, in denen auf die Vergänglichkeit jedes Seins hingewiesen wird: Alle Figuren dieses Films lebten und stritten im 18. Jahrhundert. Ob gut oder böse, arm oder reich - heute sind sie alle gleich.
Auch Stanley Kubricks Leben ist mittlerweile eine Geschichte.





Kauf Barry Lyndon bei Amazon.deoder Alphamusic
Kauf Poster bei Close-up-posters.de,Posternow.de, Allposters.com oder Starkalender.de
Kaufen und verkaufen bei ebay.de
Ticketbuchung bei Getgo oder Ticketcenter.de
Klingeltöne bei Klingelton.com, Jamba oder sms4you.net

Amazon.com







Such mit Walhello im Internet auf Barry Lyndon



Andere Sprachen: English | Nederlands | Suomeksi


© 2000-2005 Walhello.com