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American Psycho
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Christian Bale
Captain Corelli S Mandolin
American Psycho
Jahr: 2000
Klassifikation: Grausigkeit

Regisseur:

- Mary Harron
- Morgan J. Freeman

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Christian Bale - Patrick Bateman
- Willem Dafoe
- Jared Leto
- Chloe Sevigny
- Reese Witherspoon
- Mila Kunis
- William Shatner




Zwiespältiger Eindruck

Daß die Geschichte vom äußerlich erfolgreichen Wallstreet-Yuppie, der seine innere Leere und seine Ängste durch perfekt choreographierte, grauenhafte Morde kompensiert, eigentlich unverfilmbar ist, war klar. Eine „werktreue" Umsetzung hätte auf der Stelle zu Verbot und Beschlagnahme geführt. Doch auch abgesehen von dieser Schwierigkeit kann der Film nicht ganz überzeugen. <BR> <BR>Sicher, die schauspielerischen Leistungen sind sehr gut, das Ambiente sehr treffsicher skizziert. Doch muß von der weit mehr als 500 Seiten dicken Romanvorlage zwangsläufig einiges auf der Strecke bleiben, was beim Zuschauer ein tieferes Verständnis für die Motive des Negativhelden Patrick Bateman geweckt hätte. Allein am äußeren Ablauf der Ereignisse ausgerichtet, wirkt der Film zuweilen hektisch und zusammenhanglose. Was der Leser des Buches an Schlußfolgerungen aus dem Geschilderten ziehen muß, wird im Film dem Nervenbündel Bateman als innerer Monolog in den Mund gelegt - das wirkt belehrend und aufgesetzt, da er tatsächlich gar nicht zu der Reflektion seiner Beweggründe fähig sein dürfte. <BR> <BR>Der größte Pferdefuß des Film wird jedoch offenbar, wenn man sich die auf der DVD enthaltene Featurette ansieht. Hier erklärt die Regisseurin, daß man im Film (im Gegegnsatz zum Buch) zum Ausdruck bringen wollte, daß man Batemans Verhalten deutlich mißbilligt. So etwas kann nicht gutgehen. Man kann nicht die ungeheuerliche Selbstverständlichkeit des Mordens und das Fehlen eines schlechten Gewissens dabei glaubhaft darstellen, wenn man sich ständig davon zu distanzieren sucht. <BR> <BR>Mein Fazit: Ein technisch und darstellerisch sehr guter bis ambitionierter Film, durchaus gekonnt inszeniert, den man aber tunlichst ansehen sollte, ehe man das Buch liest. So kann man die Sache unvoreingenommen auf sich wirken lassen und den Roman später als eine Art ergänzenden und vertiefenden Kommentar heranziehen. Andersherum wird fast zwangsläufig eine Enttäuschung daraus.


Genialer Christian Bale!

Christian Bale ist einer der besten Schauspieler der Neuzeit. Trotz seiner wenigen Filme schafft er es doch den Zuschauer immer in seinen Bann zu ziehen und zeigt in jedem Film seine ganze Klasse als Schauspieler. So wie es sicher auch Mitte nächsten Jahres in Batman Begins zu sehen sein wird. Doch nun wieder zurück zu diesem Film.
Er schafft es einfach die Rolle des Patrick Bateman so glaubwürdig zu verkörpern, das einem Zuschauer bei seinem bloßen Anblick und seiner Art zu reden, bei dieser Gleichgültigkeit ein Schauer dem Rücken herunterläuft. Patrick Bateman ist der absolute Prototyp des Yuppies Ende der 80er. Doch hinter seiner geschleckten Fassade verbirgt sich ein wahnsinniger Killer, welcher nichts außer Leere in sich spürt, und diese weder durch seine Morde noch durch seine Sexabenteuer zu füllen vermag. Eigentlich wäre er schon fast eine tragische Figur, wenn er nicht so ein perfider Perversling wäre. Er ist abstoßend und anziehend zugleich. Man empfindet zwar nicht wirklich Sympathie für ihn, aber hin und wieder muss man schon schmunzeln, und ihm zugestehen das er richtig cool ist.
Der Film selber erzählt einen kurzen Ausschnitt seines Lebens und die dortigen Ereignisse. An alle Leute die meinen der Film hätte zu starke Gewaltszenen, das kann ich an sich nur verneinen. Klar ist er gewalttätig, aber nicht in dem Ausmaße, was man anhand der Buchvorlage vermuten hätte können. Im Vergleich zum Roman wurde hier mit den Zuschauern eh sehr gemäßigt umgegangen, was dem Film an sich aber keinen Abbruch tut und ihn nicht schlechter macht.
Also diesen Film kann ich wirklich allen empfehlen die mal einen anderen fiktionären Blick auf das Yuppieleben der späten 80er erhaschen wollen.


Eine vergebene Chance ...

Im besten Fall hätte eine Verfilmung des Gänsehaut-Romans zu einem ähnlich packenden - ja nachdenklich machenden Ergebnis, wie der Roman selbst führen können.
Hier scheitert der Versuch jedoch gewaltig ! Keine Atmosphäre, eine oberflächliche Hast herrscht im Film - in die Psyche des innerlich leeren Yuppies kann man da nicht vordringen. Spannung und Schauder - leider Fehlanzeige ! Der notorische Anlauf es mit schwarzem Humor zu probieren wirkt gekünstelt.
Wenn der gefühlskalte Mörder vor seinen Taten spiessige Allerwelts-Popmusik wie Phil Collins auflegt - im Film kommt es als halbgare, willkürlich eingesetzt wirkende Lachnummer rüber, schauert es einen nicht und die Regie hat mal wieder völlig versagt !
Wirklich schade - so ein Buch hätte man viel abgeklärter und packender in Szene setzen können.
Ich warte da jedenfalls auf eine erneute Verfilmung.
Es würde sich lohnen !


Bitte nicht mit dem Vorgänger vergleichen

Handlung (ohne zu viel zu verraten):<BR>Als 12jährige muss Rachel (Mila Kunis) miterleben, wie sich Patrick Bateman (der sympathische ;-) "Held" aus Teil 1) etwas zu intensiv mit ihrer Nanny beschäftigt. Fortan gibt es in ihrem Leben nur ein Ziel: Die Jagd auf Serienmörder! Um das zu erreichen beschließt sie Jahre später Praktikantin bei einem berühmten ehemaligen FBI-Profiler (William "Kirk" Shatner) zu werden, der inzwischen an einem College lehrt. Dummerweise wollen diesen Job aber auch andere Schüler, denn er gilt als sicheres Sprungbrett nach Quantico, der FBI Akademie. Mit List und Tücke geht sie ihren (leichengepflasterten) Weg.
State:<BR>Dieser Film hat mit dem Original bis auf die Thematik "Serienkiller" und dem Namen "Bateman" rein gar nichts zu tun.<BR>Das hat den Vorteil, dass man "American Psycho" nicht kennen muss um in Teil 2 einzusteigen. Der Nachteil - Fans des exzellenten Vorgängers werden enttäuscht sein, denn diesmal wird uns eher eine oberflächliche Komödie präsentiert - welche die intelligente, hintersinnige und makabre Atmosphäre ihres Vorbilds nicht im Geringsten erreicht.<BR>Trotzdem ist der Film nicht schlecht. Mit unschuldiger Kleinmädchenstimme erklärt unsere FBI-Aspirantin aus dem Off warum nun gerade Wer dran Glauben muss. Ihre Opfer - maßlos in ihrer Unwissenheit - können einem wirklich Leid tun.<BR>Doch "American Psycho 2" hat aus meiner Sicht ein deutliches Manko. Statt - wie z. B. in "The Hole" - den Kontrast "unschuldiges kleines Mädchen/durchtriebenes Luder" effektiv rüberzubringen, sprich: echte Stimmung zu erzeugen, wird das Ganze hier eher als riesiger Jux rübergebracht - das Böse in ihr kann zwar unterstellt werden, wird aber nicht wirklich deutlich gemacht. Ich bin kein Fan des Splatters um des Splatters willen, doch hier hätten die Morde - um Titel und Szenario gerecht zu werden - doch ein wenig detaillierter dargestellt werden müssen. Leider entsteht öfters der Eindruck, dass der Film um einige blutige Szenen bereinigt wurde. Vor Einsendung dieser Rezension habe ich mich daher noch mal im internationalen Web umgeschaut - demnach ist die vorliegende Fassung tatsächlich ungekürzt.<BR>Anzumerken - wenn auch nicht wirklich störend - ist noch eine gewisse Unlogik (Leute werden an öffentlichen Orten abgemurkst, aber keiner merkt was, etc.). <BR>Die Schauspieler agieren solide bis gut, lediglich Shatner wirkt deplaziert, was aber einfach daran liegen kann, dass er uns aus seiner jahrelangen "Captain Kirk" Rolle zu bekannt ist.
Die DVD:<BR>Datumsgemäß basiert diese Rezension auf einer DVD aus dem Verleih. <BR>Bild (16:9 anamorph 1.85:1) und Ton (Englisch 2.0 und 5.1, Deutsch 2.0, 5.1 und DTS) sind vollkommen in Ordnung, aber beileibe keine Referenz.





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