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american+history
Jahr: 1998
Klassifikation: Shops - GC Test DVD

Regisseur:

- Tony Kaye

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Fairuza Balk
- Edward Norton
- Edward Furlong




Ein Plädoyer für Frieden in einer zynischen Welt

Der Neonazismus ist eines der vielen Probleme unserer Welt. Doch glücklicherweise verlegt sich der Film nicht auf die Darstellung einer mütterlichen Moralpredigt, sondern er versucht tiefer zu gehen um den Menschen zu fordern und ihn seine eigenen Schlüsse ziehen zu lassen. Edward Norton hat sich mit seiner Darstellung selbst ein Denkmal gesetzt und es geschafft, ein schwieriges ideologisches Thema in ein Drama zu packen, das sich hauptsächlich mit dem Verfall einer Familie und den emotionalen Entwicklungen der Hauptcharaktere beschäftigt.
Es wird gezeigt, warum dieser Nationalsozialismus in unserer Welt so viel Nährboden findet. Die klaren Richtlinien und Vorstellung wirken weit aus besser, als eine Welt der Ungewissheit. Zu was solch eine Verblendung führt, zeigt das Schicksal der Familie. Man stellt sich selbst die Frage, ob man die Welt klar sieht, oder nur durch den Schleier irgendeiner anderen Person. Sind wir der, der wir sein wollen, oder der ,der wir sein sollen?
Der emotionale Werdegang des ehemaligen Skinheads Derek zu einem verschwiegenen Inhaftierten und durch Einsicht zu einem belehrten großen Bruder wird dargelegt. Schon während seiner Haftzeit wird ihm gesagt, dass sein jüngerer Bruder genau den selben Weg einschlägt wie Derek vor ihm. Wieder in der Freiheit muss er sich seiner Vergangenheit stellen um für ihn und seine Familie eine Zukunft zu ermöglichen. Doch die Welt ist eine Spirale der Gewalt und nirgends findet man seinen Frieden. So geht es auch Derek, der langsam versteht, dass es keinen Ausweg gibt.
Der Film ist sehr bewegend insziniert und von schauspielerischer Leistung über Kamera und Musik stimmt einfach alles. Dieses Werk geht weitaus tiefer als gewöhnliche Hollywoodstreifen. Durch seine beeindruckende Ausdrucksstärke wird es einmalig und ein wahres Meisterwerk.


SEHR GUT

Eine Einstellung in schwarz-weiß, leicht blau eingefärbt. Aus der Froschperspektive sehen wir Derek Vinyard, kahlrasiert, den Oberkörper mit einem Hakenkreuz tätowiert. Auf seinem Oberarm steht unter dem alten NS-Reichsadler "White Power". Entschlossen und breitschultrig steht er nachts auf der Straße, erhebt die stählernen Arme und läßt seine Waffe fallen. Er lächelt sogar, als die Polizei ihm Handschellen anlegt. Aus der Perspektive seines kleinen Bruders Danny sehen wir ihm zu, und man ertappt sich dabei, dieses Mannsbild ein bißchen zu bewundern: Nur hat Derek (Edward Norton) gerade eben nicht nur zwei Schwarze erschossen, sondern auch noch den Kopf von einem wehrlos am Boden Liegenden am Bordstein zertreten. <BR>Dafür wird der Neonazi aus L.A. (nur) dreieinhalb Jahre bekommen, und sein kleiner Bruder (Edward "Terminator II" Furlong), der ihn bewundert wie einen Gott, tritt in seine Fußstapfen. Im Knast allerdings muß sich Derek damit auseinandersetzen, wie es ist, selber unterdrückte Minderheit zu sein - allmählich hält er nichts mehr von seiner braunen Ideologie. Als er komplett gewandelt entlassen wird, muß er jedoch feststellen, daß sein Bruder inzwischen angesehenes Mitglied seiner alten Neonazi-Gang geworden ist.
"American History X" ist durchaus nicht so tumb, wie nach Bekanntwerden der Handlung zu befürchten stand. Tony Kaye hat einen wirklich intelligenten Film gedreht, bei dem es weniger um das Phänomen Rechtsradikalismus als um Haß und Gewalt im Allgemeinen geht. Dabei kommt der Film ohne die üblichen Skinhead - Klischees aus. Derek ist ein hochintelligenter, charismatischer Kerl, und er sieht mit Glatze wesentlich besser aus als mit normalbürgerlicher Frisur. Auf diese Weise werden einem sämtliche Verführungen des Neo-Faschismus vorgesetzt - sei es äußerlich oder in der Gestalt der so vernünftigen Argumente des überzeugenden Obernazis Derek. Erst, wenn man ihn bei bestialischen Gewalttaten wie oben beschrieben beobachtet, wird es sonnenklar: Derek ist ein Monster, genauso wie seine bewundernden Freunde.
Penibel beleuchtet der Film, der überwiegend aus biographischen Rückblenden besteht, wie es dazu kommen konnte - und wie Vinyard dazu kam, seine rassistischen Einstellungen aufzugeben.
Dennoch ist "American History X" kein Film, den man zwingend jeder 15jährigen Glatze zeigen sollte. Dafür ist er zu intelligent, setzt beim Zuschauer zuviel eigenes Nachdenken und Vorwissen voraus. Gewisse rechte Phrasen, mit denen man zugebombt wird, bleiben unreflektiert im Raum stehen, werden im Laufe der Handlung nicht widerlegt. Darin liegt eine gewisse Brisanz, auch wegen der beschriebenen Leni-Riefenstahl-Ästhetik.
Edward Norton ist die große die Stärke von "American History X" - als H


Einzigartig

Vorweg kann man sagen, dass es einen vergleichbaren Film wie American History X nicht gibt. Man bekommt durch diesen Film sehr gute Einblicke in das Denken und Handeln des Anführers einer<BR>Nazigruppe, der "White Power Bewegung". Nachdem Dereks Vater, ein Feuerwehrmann, im Dienst von einem Farbigen getötet wird, beginnt Dereks Karriere als Nazi. Durch seine Taten wird er sehr schnell zu einer Ikone in der Nazi-Szene. Eines Nachts versuchen drei Farbige Dereks Auto zu stehlen, mithilfe seines 16-jährigen Bruder Daniel verhindert Derek den Diebstahl und tötet die Diebe unnötig. Durch dieses Handeln kommt Derek für drei Jahre ins Gefängnis. Im Gefängnis findet Derek schnell gleichgesinnte, jedoch auch einen Farbigen zu Freunden. Mittlerweile tritt Dereks kleinerer Bruder Daniel in seine Fußstapfen und verspürt nur noch Hass gegen Ausländer. Als Derek merkt das sein Tun und Handeln nichts dazu beigetragen hat, dass es eine "bessere" Welt gibt, hört er auf in der Szene tätig zu sein. Als Derek aus dem Gefängnis entlassen wird sieht er, dass es um seinen Bruder ernst ist und versucht alles mögliche seinen Bruder vor dem <BR>Untergang zu bewahren...<BR>Vor allem Edward Nortons Schauspielerísche Leistung erlebt in diesem Film seinen Höhepunkt.





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