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Alien 3
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Jason X
alien+3
Jahr: 1992

Regisseur:

- David Fincher

Schauspieler/Schauspielerinnen:

- Charles Dance
- Lance Henriksen
- Sigourney Weaver
- Charles S. Dutton




Düstere Ästhetik mit exzellentem Showdown

Während der Anfangs-Credits sind ein paar verschwommene Einstellungen zu erkennen, Säure frisst sich durch Stahl, ein Alien krabbelt über eine Schlafkammer, ein Röntgenbild, auf dem ein fremder Organismus im Hals eines Menschen zu sehen ist. Bereits die Entscheidung, Newt, Bishop und Hicks an Bord des Raumgleiters Sulaco sterben zu lassen, obwohl sich der Zuschauer noch gegen Ende des zweiten Teils noch bereitwillig in Sicherheit wiegen ließ, ist ein überrumpelnder und gelungener, weil den Zuseher verstörender Kniff. Dennoch bleiben wichtige Fragen unbeantwortet - woher stammt das zweite Alien? Was passiert wirklich mit Newt?
Nach der Landung auf dem trostlosen Eiland Fiorina 161 beginnt eine düstere Fortsetzung der Alien-Saga. So düster ist die Welt, dass später selbst der Android Bishop den Wunsch äußert, lieber abgeschaltet zu werden, als weiter in dieser Welt existieren zu müssen. Die Bewohner des Gefängnis-Planeten sind Schwerverbrecher, für die Mord und Vergewaltigung allenfalls Kavaliersdelikte zu Beginn ihrer kriminellen Laufbahn waren, inzwischen jedoch jeglicher Gewalt abgeschworen und eine eigenartige religiöse Bruderschaft errichtet haben. So ist Ripley trotz Glatze die erste Frau, die sie seit langem gesehen haben, und damit anfangs der weitaus bedrohlichere Fremdkörper in dieser martialischen Männergesellschaft.
Wie im zweiten Teil mag ihr zunächst keiner glauben, wie im ersten Teil knöpft sich das Alien in dunklen Schächten seine Opfer einzeln vor. Ebenfalls wie im ersten Teil verfügen die Insassen des Gefängnisses (auch deren Wärter!) über keinerlei Waffen. Statt dessen muss auf Steinzeitmethoden zurückgegriffen werden, Menschen als lebende Beute, Feuer als Waffe. Allerdings können wie bei vielen anderen Gefängnis-Filmen die kahl geschorenen Insassen nur schwer auseinander halten werden. Wenn dann das Alien zuschlägt, so stellt sich bei aller technischen Raffinesse auch eine gewisse emotionale Leere ein, weil einem so gut wie alle Nebenfiguren herzlich egal sind.
Eine echte Unzulänglichkeit des Drehbuchs ist, dass Ripleys Geliebter, Charles Dance, mit dem sie die einzigen zärtlichen Momente verbringen darf, viel zu früh geopfert wird. Allerdings ist das auch ein echtes Alien-Charakteristikum, keiner darf sich sicher fühlen, schon gar nicht der Zuschauer. Leider auch nicht Ripley selbst, und die Idee der Autoren, sie durch das zu töten, was sie über die vorhergehenden Teile der Saga bekämpft, ist genial. Aus ihr soll eine neue Queen, eine neue Alien-Mutter entstehen. Und da sie in keinem Fall zu retten ist, ist sie einsichtig genug, sich zu opfern. Ähnlichkeiten mit anderen Filmfiguren, zum Beispiel mit "Terminator 2" sind sicherlich unbeabsichtigt, aber leider nicht zu übersehen. Da


David Fincher Visionen

Die Alien-"Trilogie" ein wunderbares Stück Filmkunst. Jeder Film für sich hat hier den eindeutigen Stempel seines Regisseurs, und in diesem Fall ist das ein großer Vorteil.<BR>David Fincher versteht es geschickt düstere, morbide Atmosphären zu schaffen, und dabei zudem intelligent Werte in seine Filme zu integrieren und zum Nachdenken anzuregen. Das fehlte in den beiden ersten Filmen meiner Meinung nach vollkommen, bedeutet aber in keinster Weise, dass diese schlechter sind.<BR>Es ist gerade *damit* ein mehr als würdiger Abschluss der Trilogie. Der vierte Teil besitzt leider weder Tiefe, noch Grausigkeit, noch gute Action, und ist damit leider eine Fehlproduktion und sollte nicht neben der Trilogie stehen.


Zwei Richtigstellungen:

Ein paar der Geschichten über Alien³ die man hier zu lesen bekam sind aber reine Erfindungen.
Faktum ist: Das Set von Alien³ ist nicht abgebrannt wie das hier einer behauptet hat.<BR>Faktum ist: Action Produzent Joel Silver kann von Fincher nicht enttäuscht gewesen sein, weil Silver noch nie bei einer Alien Produktion oder bei einem Fincher Film mit produziert hat.
Die Probleme die diesen Film behafteten war ein Drehbuch das man 12x umgeschrieben hat (von teils nahmhaften Autoren). Man wußte einfach nicht genau in welche Richtung man nach "Aliens - Die Rückkehr" gehen sollte. Bei einem Drehbuch (von Vincent Ward) wäre Ripley die ganze Zeit im Koma auf einem Zwergenplanet gestrandet. Fincher und Weaver waren ausser sich jetzt "Schneewitchen im Weltall" drehen zu müssen. Sogar David "Regiesseur/Autor Pitch Black" Thowy schrieb das Drehbuch um, allerdings ganz ohne Ripley (die Produzenten wollten Ripley aber wieder dabei haben). Es gipfelte damit das Fincher mit einem immer noch nicht fertigen Drehbuch beginnen hat müssen zu casten und zu drehen (deswegen gibts viel ungenutztes Material zu Alien³). In dieser Not beauftragte FOX die drei Produzenten Carroll, Giler und Hill das Drehbuch fertig zu schreiben.
Fincher war nie sonderlich begeistert von Alien³, einen kleinen Seitenhieb sieht man in seinem Film "Fight-Club" wo sie Alien Videos in einer Videothek mittels Magneten löschen. Was wollte er uns da damit sagen ? *g*
Plus: <BR>Fast die gesamte technische Umsetzung (Regie, Kamera, Musik, Setdesign)<BR>Teilweise die Schauspieler (vorallem Weaver)<BR>Giger war wieder mit dabei
Minus:<BR>Das zusammen geschusterte Drehbuch (nur das Drehbuch von Alien 4 war schlimmer)<BR>Teilweise konfuses editing <BR>Teilweise die Spezial Effekte (vorallem beim Alien)





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